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Fotoshooting der MT: Jetzt werden schon Bilder für Silvester gemacht

Gut ausgeleuchtet: Melsungens Trainer Michael Roth wird für die kommende Saison in verschiedenen Posen abgelichtet. Links: die Fotografin Lena Kuhaupt. Fotos: Koch

Kassel. Schon bevor es mit Laufen, Springen, Werfen richtig losgeht, kommen die Handballer der MT Melsungen beim obligatorischen Fotoshooting vor Saisonbeginn gehörig ins Schwitzen.

Drei Tage werden die Spieler und Verantwortlichen, die sich am Freitag ab 19 Uhr im Melsunger Schlossgarten erstmals der Öffentlichkeit präsentieren, ins rechte Licht gerückt. Ein paar Eindrücke vom ersten Saisontermin des heimischen Bundesligisten.

Die Rückkehr

Exakt 45 Tage sind sie nicht hier gewesen – hier in der Kasseler Rothenbach-Halle. Nach dem letzten Auftritt der Saison 2015/16 gegen Absteiger Eisenach waren die Spieler sofort in alle Himmelsrichtungen in ihren Sommerurlaub entschwunden. Nun sind sie zurück auf dem Boden, der ihre Bühne ist. Nur: Es sind keine Zuschauer da, und dort, wo Johannes Sellin, Michael Allendorf und Jeffrey Boomhouwer sonst ihre Siebenmeter werfen, ist eine weiße Leinwand aufgebaut – der neutrale Hintergrund für die vielen Einzelfotos ist, die von den Mitgliedern dieser Mannschaft gemacht werden. Dazu kommen die stimmungsvollen Bilder, die die MT in den sozialen Medien etwa zu Weihnachten, Silvester und Valentinstag postet.

Wenn Trainer Michael Roth den Lesern zu Ostern 2017 aus dem Hallenheft oder bei Facebook zulächelt, dann tut er dies sonnengebräunt – dem Mallorca-Aufenthalt 2016 sei Dank. „Besser so, als wenn wir das Team 100-mal in der Serie dafür zusammenholen müssten und die Spieler ständig abgelenkt wären“, erklärt Roth. Er meistert als Erster an diesem Tag den Foto-Marathon – zehn Minuten sollte es dauern, mehr als eine halbe Stunde steht er im Fokus. Co-Trainer Mile Malesevic kommentiert trocken: „Wie ein Hollywood-Star.“

Das Programm

Mal lächelnd, mal ernst, mal die Arme vor dem Körper verschränkt, mal jubelnd den rechten Arm gehoben – keine Pose, die es nicht gibt. Damit Roths Kollegen nicht all zu lange warten müssen, bis sie von Anna-Marina Roth geschminkt und schließlich von Fotografin Lena Kuhaupt von der zuständigen Agentur Neue Formen abgelichtet werden können, ist der Ablauf minutiös geplant.

Wer jetzt weiß, dass er erst in drei Stunden an der Reihe sein wird, geht ins Freie und sucht sich – wie der Niederländer Boomhouwer und dessen Landsmann, Neuzugang Arjan Haenen – ein schattiges Plätzchen im Café. Oder geht entsprechend einem individuellen Trainingsplan joggen: Felix Danner kommt gerade aus der Aue zurück, der Schweiß strömt ihm übers Gesicht. „Felix, ist die halbe Stunde etwa schon rum?“, flachst Timm Schneider, der heute deutlich vor Danner vor die Kamera muss.

Die Stimmung

Vorbereitungszeit ist der Abschnitt in einer Saison, der den Spielern am wenigsten schmeckt – was vor allem an den vielen kräftezehrenden Einheiten liegt. Fotoshootings können zwar auch anstrengend sein, die Melsunger Handballer geben sich aber entspannt. „Ich habe mich echt gefreut, alle wiederzusehen“, sagt Danner. Kapitän Michael Müller ergänzt: „Alles ist top-organisiert, mir macht so etwas Spaß, und wir müssen nicht fünf Stunden einfach nur rumsitzen.“ Noch dazu erinnern die Temperaturen in der Halle eher an eine lauschige Sommernacht.

Die Weiterentwicklung

Der dänische Torwart-Hüne René Villadsen ist seit genau einem Jahr bei der MT und hat solche Termine bei anderen Klubs erlebt. „Da merkt man echt Unterschiede zwischen dem Tabellenvierten und einem Abstiegskandidaten. Alles ist viel professioneller“, erklärt der ehemalige Eisenacher, „aber so muss das bei einer Top-Mannschaft wohl auch sein."

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