Füchse-Manager Hanning: Vorfreude auf Drux und die MT

Bob Hanning

Berlin. Aus dem Feiern kommt Bob Hanning nicht heraus. Als Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB) war er hautnah dabei, als das deutsche Team in Polen von einem Coup zum nächsten eilte und sich schließlich sensationell die Europameisterschaft sicherte.

Es folgten Partys hier, Partys da, TV-Auftritt hier, Fernsehinterview da. Sky holte Hanning sogar bei einem Fußballspiel der Berliner Hertha vor die Kamera.

Am Dienstag wurde der Manager des Bundesligisten Füchse Berlin 48 Jahre alt. Und die Woche hält noch mindestens einen Höhepunkt bereit: Das Topspiel zwischen dem Fünftplatzierten Berlin und der einen Rang besser platzierten MT Melsungen, das am Sonntag ab 17.15 Uhr (Sport 1) in der Max-Schmeling-Halle stattfindet. Hier einige Themen, die Hanning zurzeit beschäftigen:

Der EM-Triumph

Der Jungstar mischt wieder mit: Berlins Paul Drux läuft erstmals nach langer Pause gegen Melsungen auf. Foto: dpa

Überspitzt formuliert wäre Deutschland ohne Hanning jetzt nicht Europameister. Denn: Der gebürtige Essener holte 2009 den jetzigen Bundestrainer Dagur Sigurdsson – als den Isländer nur wenige wirklich kannten – als Handball-Lehrer in die Hauptstadt. Und er gab ihn frei, als der DHB 2014 einen Nachfolger für den geschassten Martin Heuberger suchte. „Ich freue mich einfach für den deutschen Handball. Einen kleinen Anteil habe ich sicher auch“, erklärt der Füchse-Geschäftsführer bescheiden.

Der Rückkehrer

Die Berliner können am Sonntag personell aus dem Vollen schöpfen. Jungstar Paul Drux kehrt nach langwieriger Schulterverletzung zurück aufs Parkett. „Es wird natürlich noch etwas dauern, bis er zur alter Leistungsstärke zurückgefunden hat“, sagt Hanning.

Der Winterneuzugang

Prominent verstärkt wurde das Aufgebot in der EM-Pause durch den dänischen Rechtsaußen Hans Lindberg vom Pleiteklub Hamburg. „Er ist ein guter Typ. Wir erwarten einige Tore von ihm“, erklärt der Manager. Durch diesen Transfer dürfte das große Talent Willy Weyhrauch allerdings weniger Einsatzzeiten bekommen.

Der Restrundenkracher

8000 Fans finden in der Schmeling-Halle Platz – gegen Melsungen wird kein Sitz frei bleiben. Zum einen, weil die Zuschauer nach der Europameisterschaft offenkundig von Handball nicht genug bekommen können und mit Berlins Rückraumstrategen Fabian Wiede und Melsungens Johannes Sellin zwei EM-Helden live erleben können. Zum anderen, weil beide Klubs um einen Platz im internationalen Geschäft kämpfen. „Bei einem Sieg wären wir bis auf einen Zähler an der MT dran“, unterstreicht Hanning die Bedeutung des Vergleichs, „wenn wir aber verlieren sollten, wären es fünf Punkte. Das ist wohl nicht mehr aufzuholen.“ Dann würde beim Manager wohl Ernüchterung einkehren.

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