Trotz Sjöstrand-Comeback

Schnellcheck: Melsunger Handballer unterliegen dem Spitzenreiter 25:29

Hier hat er mal freie Bahn: Momir Rnic (Mitte) kommt am Flensburger Kreis zum Abschluss. Er wird beobachtet von den Teamkollegen Michael Müller und Timm Schneider sowie dem starken SG-Werfer Holger Glandorf.

Kassel. Nein, ein neuerlicher Coup gelang den Melsunger Bundesliga-Handballern nicht. Im Auswärtsspiel gegen Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt musste die MT eine 25:29 (11:16)-Niederlage einstecken.

Vor zwölf Monate hatten die Nordhessen an der Förde noch einen 33:32-Coup gelandet. Die Melsunger haben nun bis zum 1. Oktober Pause. Dann stellt sich Göppingen in Kassel vor. Unser Schnellcheck:

Wie war die personelle Situation bei den Melsungern?

Es gab eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Torwart Johan Sjöstrand, der nach einer Kniespiegelung drei Monate ausgefallen war, wärmte sich wieder mit seinen Kollegen auf und gab früher als erwartet sein Comeback. Die schlechte: Spielmacher Patrik Fahlgren hatte sich im Abschlusstraining verletzt und durfte nur als weiterer Co-Trainer mitwirken.

Wie war das Spiel in der Flens-Arena?

Der Start in die Begegnung war aus Gäste-Sicht mehr als enttäuschend. Zwar gelang Momir Rnic das 1:0, dann aber kam erst mal lange nichts. Um genau zu sein: gut zehn Minuten. In dieser Phase traf die SG sechsmal, und ihr Torwart Mattias Andersson parierte einige Male glänzend – 6:1.

Es lief also genau so, wie es nicht laufen sollte. Doch wer gedacht hatte, dass es jetzt ein Schaulaufen der Gastgeber geben würde, sah sich getäuscht. Die MT kämpfte sich bis heran. Michael Allendorf gelang nach weitem Pass von Schlussmann Svetislav Verkic das 7:10 (20.), der starke Rechtsaußen Johannes Sellin verkürzte gar auf 8:10 (21.). Doch kurz vor der Pause wuchs der Rückstand wieder an.

Nach dem Wechsel versuchten die Melsunger, die Partie offen zu gestalten. Das gelang ihnen aber nur dann, sobald der Favorit etwas nachlässig wurde. Bittere Minuten erlebte die MT Mitte des zweiten Abschnitts. Sellin warf einen Siebenmeter an die Latte (46.), und Allendorf scheiterte per Strafwurf an Andersson (47.). Zudem markierte Johan Jakobsson dazwischen das 25:18. Das war die Vorentscheidung, auch wenn Michael Müller und Jeffrey Boomhouwer kurz darauf auf 20:25 stellten (49.).

War denn das Ergebnis verdient?

Absolut. Die Flensburger hatten die eindeutig bessere Torwartleistung, und die Melsunger leisteten sich zu viele Fehlwürfe und Ballverluste. „Wir haben uns ganz gut präsentiert“, resümierte MT-Manager Axel Geerken, „insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht.“

Wer war der Mann des Abends?

Das war Flensburgs Rückraumschütze Holger Glandorf – mal wieder. Die MT machte schon sehr oft schlechte Erfahrungen mit dem Linkshänder. 2011 warf er für die SG elf Treffer gegen die Nordhessen, für Lemgo gelangen ihm gegen die Mannen aus der Fuldastadt gar mal 13 Tore. Nun brachte der Weltmeister von 2007 sein Team mit vielen wichtigen Treffern in der ersten Halbzeit auf Siegkurs.

Wie war die Übertragung im TV?

Sehr ordentlich. Sport-1-Kommentator Uwe Semrau hatte sich vorab gut über die personelle Lage bei der MT informiertDer einzige kleine Fehler unterlief Moderator Peter Kohl, als er Melsungens Manager Axel Geerken beim Pausen-Gespräch als Holger Geerken vorstellte.

Auf Radio HNA wurde die Begegnung von unserem Reporter Patrick Schuhmacher und MT-Vorstand Axel Geerken kommentiert.

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Zwischenstände der Partie finden Sie zum Nachlesen auch auf Kassel-live.

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