Melsunger enttäuschen

25:29 - MT-Erfolgsserie reißt in Balingen

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Patrik Fahlgren in Aktion.

Balingen. Nach vier Siegen in Folge mussten die Melsunger Bundesliga-Handballer wieder eine bittere Niederlage einstecken.

Vor 2300 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen Arena verlor das Team nach einer enttäuschenden Leistung und einer Partie mit vielen Zeitstrafen und Platzverweisen bei HBW Balingen-Weilstetten 25:29 (12:13).

In der Anfangsphase leisteten sich die Melsunger, die bis auf die verletzten Jeffrey Boomhouwer und Gabor Langhans alle Akteure dabei hatten, im Angriff teilwese eklatante Fehler und Fehlwürfe. Mit der Folge, dass sie zunächst immer einem kleinen Rückstand hinterher lagen. Immerhin: Mehr als bis auf zwei Treffer wuchs der Rückstand nicht an. Nach dem 4:6 sorgten Michael Allendorf und Michael Müller für den 6:6-Ausgleich. Und als es 6:8 hieß, sorgten Johannes Sellin und Marino Maric für das 8:8 (19.).

Die erste Führung für die MT in einer schwachen ersten Hälfte besorgte kein Feldspieler, sondern Schlussmann Johan Sjöstrand, der nach Parade vom eigenen Kreis ins verwaiste gegnerische Tor traf – 9:8 (21.). Sellin hatte kurz zuvor eine vergleichbare Möglichkeit nicht genutzt. Wer gedacht hatte, der Europapokal-Teilnehmer würde die Begegnung nun besser in den Griff bekommen, sah sich getäuscht. Denn auch danach lief nicht alles nach Plan. Maric schaffte es zumindest, 25 Sekunden vor der Pausensirene zum 12:13 verkürzen.

Weil vor allem der Rückraum der Melsunger nicht viel Gefahr heraufbeschwor, durfte zum zweiten Abschnitt der Serbe Momir Rnic ran. Doch den ersten Treffer des zweiten Durchgangs warf Tim Nothdurft – und dieser ist Linksaußen bei den Galliern von der Alb: 14:12. Es hätte sogar kurz darauf schlimmer werden können. Durch Hinausstellungen gegen Sellin, der sogar eine Zwei-plus-Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, und Timm Schneider hatte die MT zeitweilig nur vier Akteure im Angriff auf dem Feld. So stand es in der 38. Minute nach zwei Treffern des Balingers Nothdurft nur 15:18. Doch Melsungen antwortete: Unter anderem trug der vor einem Monat nachverpflichtete Dener Jaanimaa ein Tor zum 18:18 bei.

Allerdings hieß es kurz darauf 18:21 – wieder ein Drei-Tore-Rückstand für den Favoriten. Es wuchsen die Zweifel an einer Fortsetzung der Melsunger Erfolgsserie. Zumal Regisseur Patrik Fahlgren nach Foulspiel (47.) und Angriffs- und Abwehrstratege Philipp Müller (50.) wegen der dritten Zeitstrafe jeweils die Rote Karte sahen. Bei den Hausherren erwischte es zwar Christoph Foth (51., 3. Zeitstrafe), Yves Kunkel war aber kurz darauf vom Siebenmeterpunkt für die Schwaben zum 25:22 und Europameister Martin Strobel – gegen einmal mehr dezimierte Gäste – zum 26:22 (54.) erfolgreich. War es das für die Sieben von Trainer Michael Roth? Nein, das Team kam wieder heran – Sjöstrand traf zum 24:26 (55.). Doch mehr gelang den Melsungern dann nicht mehr.

Da Philipp Müller wegen Schiedsrichter-Beleidigung nach der Roten noch die Blaue Karte gezeigt bekam, ist er für die Partie am Mittwoch an 19 Uhr in Kassel gegen die HSG Wetzlar gesperrt.

Tore Melsungen: Sjöstrand 2, Maric 6, Sellin 6/1, Fahlgren 2, Danner 1, P. Müller 1, Rnic 1, Allendorf 3/1, Jaanimaa 2, M. Müller 1. (bjm)

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