Nachlegen lautet die Devise

MT will in Leipzig Schwung mitnehmen

Gut gelaunt: Nach dem Erfolg gegen Göppingen feiern Melsungens Mittelmann Timm Schneider (links) und Neuzugang Dener Jaanimaa den zweiten Saisonsieg. Foto:  Fischer

Kassel. Handball-Bundesligist MT Melsungen gastiert am Samstag beim SC DHfK Leipzig.

Hinweis: Die Radio-Übertragung des Spiels fällt leider aus.

Entspannung? Von wegen! Der Sieg am vergangenen Wochenende habe zwar gut getan, sagt Michael Roth, „aber wir haben uns keinesfalls zurückgelehnt“, ergänzt der Trainer des Handball-Bundesligisten MT Melsungen. Das 31:27 gegen Göppingen sei lediglich ein erster Schritt gewesen. Unter der Woche ging es daher umso konzentrierter zu Werke. „Wir wollen den Schwung unbedingt mitnehmen“, sagt Roth vor dem Auswärtsspiel beim SC DHfK Leipzig. Anwurf ist am Samstag um 19 Uhr.

Nachlegen - so lautet die Devise in der Arena Leipzig, um die nächste Stufe auf dem Weg aus dem Tabellenkeller zu nehmen und den Aufwärtstrend fortzusetzen. Was vor dem Anwurf zu beachten ist:

Der Kader 

Wenn sich der MT-Tross am Samstagvormittag Richtung Sachsen aufmacht, sind fast alle Melsunger Spieler einsatzbereit. Verzichten muss Trainer Roth auf den Langzeitverletzten Gabor Langhans, der wegen Patellasehnenbeschwerden weiterhin ausfällt. Außerdem steht Torwart René Villadsen nicht zur Verfügung. Der Däne hat sich eine Zerrung in der Schulter zugezogen. Aber es gibt ja Johan Sjöstrand, der sich in der zweiten Halbzeit gegen Göppingen eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Vor allem funktionierte das Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr wieder so, wie es die Fans in der Vorsaison gewohnt waren.

Der Neuzugang

Am vergangenen Samstag hatte Dener Jaanimaa lediglich einen Mini-Einsatz. Der Este war erst zwei Tage zuvor aus Kiel zur MT gestoßen. „Jetzt ist er soweit“, sagt Roth. Der Halbrechte habe gut trainiert, seine Fähigkeiten gezeigt, „und ich kann mir vorstellen, dass ich ihn gegen Leipzig bringe“. Abgesehen von der Torgefahr des Linkshänders hätte sein Einsatz den Vorteil, dass Kapitän Michael Müller die eine oder andere Auszeit bekäme.

Der Gegner 

Roth warnt vor einem „kämpferisch enorm starken Gegner“. In Magdeburg gepunktet, den Meister am Rand einer Niederlage gehabt - der Tabellenzehnte aus Leipzig hat nicht ohne Grund ein ausgeglichenes Punktekonto. In der vergangenen Saison fuhr die MT zwei deutliche Siege gegen die Sachsen ein, „das kann man jetzt nicht mehr vergleichen“, sagt Roth.

Wichtig sei es, in der aufgeheizten Arena einen kühlen Kopf zu bewahren. „Wir dürfen uns nicht provozieren lassen.“ Wenn das gelingt, so hofft der MT-Trainer, könne sich sein Team auch dank der individuellen Stärke durchsetzen. Dann wäre der nächste Schritt aus dem Keller gemacht.

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