Allendorf gelang die Entscheidung

MT ist wieder im Europapokal - Melsungen gewinnt 29:28 beim Bergischen HC

Führte beim 29:28 klug Regie: Patrick Fahlgren (am Ball), hier zu sehen mit dem Flensburger Tobias Karlsson. Foto: Schachtschneider

Wuppertal. Die MT Melsungen ist am Ziel. Mit einem 29:28 (13:10)-Erfolg beim Bergischen HC vergoldete der heimische Handball-Bundesligist eine herausragende Saison und belohnte sich mit der vorzeitigen Qualifikation für den Europapokal.

Die ist den Roth-Schützlingen inklusive des vierten Platzes bereits einen Spieltag vor Schluss nicht mehr zu nehmen. Nein, ein Spaziergang war‘s nicht für den Favoriten, doch das hatte auch niemand im MT-Lager erwartet. Vielmehr dass die „Löwen“ kämpfen würden wie die Löwen, was die Gäste besonders im Angriff zu spüren bekamen. Der tat sich gegen die 3:2:1-Deckung zunächst richtig schwer, auch weil Torwart Gustavsson schön herausgespielte Chancen zunichte machte. So blieb den Melsungern der Lohn für die eigene vorzügliche Defensivarbeit inklusive Villadsens Paraden versagt.

Bis zum 4:4 durch Fabian Gutbrod (11.), ehe sich das abgeklärtere Spiel der Roth-Schützlinge endlich durchsetzte. Die Folge: Ein 4:0-Lauf durch Tore von Felix Danner, Nenad Vuckovic,Jeffrey Bomhouwer und Philipp Müller. Der Durchbruch? Noch nicht. BHC-Trainer Hinze stellte seinen Angriff (auch personell) neu ein - und seine Mannschaft kam zurück, war beim 8:10 (25.) wieder dran. Das Problem: Die MT hatte Björgvin Gustavsson (bis auf den treffsicheren Michael Müller) immer noch nicht geknackt und ließ sich bei ihren Angriffsbemühungen von der von den Gastgebern geschürten Hektik anstecken. „In der Offensive haben wir noch Potenzial, das müssen wir abrufen“, erkannte Manager Axel Geerken zur Pause.

Sein Rat kam an. Insbesondere bei Philipp Müller, der gleich mal auf 15:11 erhöhte (32.). Überhaupt hatte nun Regisseur Fahlgren die Zügel des Spiels noch fester in der Hand, variierte geschickt das Tempo und ließ die Bergischen dank seiner intelligenten Pässe ins Leere laufen. Und als Linksaußen Bomhouwer (2) und der eingewechselte Rnic auf 20:13 erhöhten (37.), schien sich bereits eine Vorentscheidung anzubahnen. Endgültig fällig war sie nach Allendorfs Tempogegenstoßtreffer zum 18:25 (47.). Stürmisch bejubelt von den mitgereisten MT-Fans, die für Minuten das atmosphärische Kommando übernahmen. Sie wussten, ihre Helden waren in Europa angekommen. Auch wenn das ein hartnäckiger Gegner bis zuletzt nicht so recht wahrhaben wollte und nochmal gefährlich nahe heran kam.

Melsungen: Villadsen, Sjöstrand; Sellin 4, Golla, Fahlgren 3, Schröder,Danner 3, Ph. Müller 3, Boomhouwer 4, Rnic 3, Schneier, Vuckovic 1, M. Müller 6, Forstbauer, Hildebrand, Allendorf 2.

SR: A. Pritschow/M. Pritschow. Zuschauer: 2000.

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