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MT Melsungen am Sonntag bei Aufsteiger Stuttgart - fünf Fakten zum Duell

Sein Einsatz in Stuttgart entscheidet sich am Spieltag: Melsungens Malte Schröder. Foto: 

Kassel/Stuttgart. Zum ersten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte bestreiten die Handballer der MT Melsungen ein Pflichtspiel in der Stuttgarter SCHARRena.

In der 2000 Zuschauer fassenden und bereits ausverkauften Halle findet am Sonntag ab 17.15 Uhr die Partie gegen den TVB Stuttgart statt.

„Unsere Zuschauer sind schon ziemlich laut“, sagt der Ex-Melsunger Michael Schweikardt, der im Rückraum der Schwaben die Fäden zieht. Auch MT-Coach Michael Roth ist durchaus bewusst, was sein Team am Neckar erwartet: „In dieser Arena herrscht eine gute Atmosphäre.“ Vor vier Jahren gewann seine Mannschaft an dieser Stätte mal einen Test gegen den damaligen Zweitligisten Bittenfeld 35:28. Fünf Fakten zum Duell am Sonntag:

1. Es geht für beide Teams um sehr viel. Die MT steckt mitten im Kampf um den wichtigen vierten Tabellenplatz, der noch zum Start im Europapokal berechtigt. Eine Woche vor dem Schlager in Kassel gegen Kiel sind zwei weitere Pluspunkte fest eingeplant. Die Stuttgarter sind indes noch nicht aller Abstiegssorgen ledig – lediglich vier Zähler beträgt ihr Vorsprung auf Eisenach, das aktuell den 16. Rang belegt.

2. Beide Teams haben etwas gutzumachen. Am Mittwoch-Spieltag kehrte Ernüchterung ein. Melsungen war Titelaspirant Flensburg beim 25:32 klar unterlegen, die Bittenfelder unterlagen Göppingen im Derby 26:35 (16:17). „Wir hatten eine gute und eine schlechte Halbzeit“, bilanzierte Schweikardt die 60 Minuten.

3. Das Melsunger Lazarett lichtet sich. Zwar fällt Linksaußen Michael Allendorf noch aus, Torwart Johan Sjöstrand und der Halbrechte Malte Schröder, der wegen eines geschwollenen Knies gegen Flensburg ausgesetzt hatte, sind aber dabei. Ihr Einsatz wird sich aber erst nach dem Warmmachen entscheiden. „Ich habe ein ganz gutes Gefühl“, erklärt Schröder.

4. Es winkt ein Duell der Top-Torhüter. Vorausgesetzt, dass Melsungens Johan Sjöstrand wieder voll belastbar ist und sein Comeback feiern wird, stehen bei dieser Begegnung die Schlussleute besonders im Blickpunkt. Denn die Gastgeber holten im Winter den ehemaligen Nationaltorwart Johannes Bitter vom Pleite-Klub Hamburg. „Das war eine Top-Verpflichtung, mit seiner Erfahrung wurde er sofort zum Führungsspieler“, betont Teamkollege Schweikardt.

5. Die Zeit der vielen Pausen ist vorbei. In den vergangenen Wochen ähnelte der Bundesliga-Spielplan einem missratenen Termin-Managements eines Firmenchefs: Mal geht es Schlag auf Schlag, mal geschieht lange nichts. Für die Schlussphase der Serie ist das Programm kontinuierlicher gestaltet. „Da ist man besser im Spielrhythmus, als wenn immer wieder ein, zwei Wochen Unterbrechung sind“, sagt Malte Schröder.

Noch dazu bietet sich die Möglichkeit, den mäßigen Eindruck von der Partie am Mittwoch gegen die Nordlichter rasch zu korrigieren. „Wir müssen geschlossener auftreten“, fordert Coach Roth.

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