Um Bundesliga-Punkte in der Rothenbach-Halle

Ein Hauch von Playoffs: MT spielt am Samstag schon wieder gegen Minden

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Und jetzt? Während Mindens Trainer Frank Carstens (links) am Mittwoch gelegentlich ratlos schien, konnte MT-Coach Michael Roth (rechts) zumeist gelassen das Spiel seiner souveränen Melsunger verfolgen.

Kassel. Ginge es nach Michael Roth, dann gäbe es auch im Handball Playoffs. Der Kitzel dieser direkten Duelle im Eishockey mit Hin- und Rückspielen in kurzer Abfolge begeistert den Trainer der MT Melsungen.

Nun hat er eine ähnliche Situation: Drei Tage nach dem 32:28-Sieg seiner Truppe im Achtelfinale des DHB-Pokals spielt die MT schon am Samstag erneut gegen GWD Minden - dann aber ab 19 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle um Bundesliga-Punkte. Lesen Sie eine Bestandsaufnahme zwischen Bestätigung und Herausforderung mit MT-Trainer Michael Roth und Mindens Coach Frank Carstens. Motto: Gleicher Gegner? Gleiche Taktik? Gleiches Ergebnis?

Der Rückblick 

Michael Roth: „Wir haben am Mittwoch mit einer sehr guten erste Halbzeit schon eine Vorentscheidung erzwungen und eigentlich alles richtig gemacht. Mit einer sehr starken Abwehr, mit einem starken Torhüter Johan Sjöstrand und mit vielen Schnellangriffen.“

Frank Carstens: „Melsungen hat sehr früh, sehr lange einen sehr großen Unterschied aufgezeigt. Wir haben gefühlt mit zehn Toren Differenz verloren, nicht nur mit vier.“

Die Emotionen 

Roth: „Wir gehen mit Selbstvertrauen und sehr positiven Gefühlen in das zweite Duell mit GWD. Wir wissen, dass wir den Gegner klar beherrschen können, wenn wir wie am Mittwoch nicht viel falsch machen. Aber wir sind schon zu Saisonbeginn hart für Überheblichkeit bestraft worden. Daran werden wir die Jungs eindringlich erinnern.“

Carstens: „Das zweite Duell wird eine Herausforderung, so stark wie Melsungen am Mittwoch vor allem in der Abwehr war. Wir nehmen das als Entwicklungsauftrag an und wollen bereit sein zur Revanche. Wir wissen, dass wir viel besser spielen können.“

Das Personal 

Roth: „Zum Glück gibt es keine neuen Verletzten, es bleibt bei Boomhouwer und Langhans. Im Innenblock haben Marino Maric und erneut Johannes Golla neben Felix Danner bewiesen, dass sie den Ausfall von Philipp Müller kompensieren konnten.“

Carstens: „Moritz Schäpsmeier klagt noch über Kopfweh und Schwindel. Einsatz fraglich. Der Norweger Magnus Gellerud hat nach nur einer Woche im gemeinsamen Training ein gutes Debüt gezeigt, er gibt uns Alternativen zu Kreisläufer Larsson und auch in der Abwehr. Florian Freitag hat Spielpraxis gesammelt.“

Die Taktik 

Roth: „Wir haben vieles richtig gemacht, da hat Minden sicher mehr Anlass etwas zu ändern. Dass der Norweger Gellerud erstmals gespielt und sechs Tore erzielt hat, das war eine Überraschung. Das werden wir im Video noch einmal analysieren. GWD wird sicher mehr gas geben, allerdingshaben sie in der Saison noch nichts anderes gespielt als eine 6:0-Deckung. Vielleicht werden sie etwas ändern bei den taktischen Wechsel beim Umschalten von Angriff auf Abwehr.“

Carstens: „Wir haben in der zweiten Halbzeit am Mittwoch schon ein paar neue Dinge probiert. Vor allem müssen wir eine andere Einstellung zeigen, auch läuferisch viel mehr investieren, um unsere Torwürfe besser vorzubereiten.

Die Perspektive 

Roth: „In Minden waren wieder 100 MT-Fans dabei, haben uns erneut großartig den Rücken gestärkt. Das ist bemerkenswert. Wir sind gut beraten, uns bei ihnen am Samstag mit dem nächsten Sieg zu bedanken.“

Carstens: „In der Bundesliga sind für uns die Duelle mit den direkten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt die Gratmesser. Um die MT schlagen zu können, muss bein uns alles passen und noch Glück hinzu kommen. Letztlich macht die MT das Ergebnis des Spiels.“

Übrigens: Das Viertelfinale des DHB-Pokals wird nächsten Mittwoch abends ausgelost.

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