Lob für jungen MT-Torwart Maurice Paske

Jubelt wie ein Großer: Melsungens junger Torwart Maurice Paske zeigte einige tolle Paraden. Foto:  Binder

Kassel. Bei der Niederlage der MT Melsungen gegen die Rhein-Neckar Löwen stand Maurice Paske erstmals in der Handball-Bundesliga im Tor. Der 20-jährige MT-Keeper erntete Lob.

Maurice Paske hat gut geschlafen. Ohne Träume an die Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen. Dabei hätte jeder Verständnis, wenn der junge Torwart der MT Melsungen in der Nacht zu Freitag nach dem Spiel in Mannheim nicht zur Ruhe gekommen wäre. Denn der 20-Jährige erlebte seine Bundesliga-Premiere - in der SAP-Arena, vor mehr als 9000 Zuschauern, gegen das Topteam der Liga. „Davon träumt doch jeder Junge, der Handball spielt“, sagt Paske.

Somit hatte wenigstens ein Melsunger einen Grund zur Freude. „Taco hat seine Aufgabe super gelöst“, lobt Trainer Michael Roth. In der 34. Minute schickte er den gebürtigen Baunataler für den glücklosen René Villadsen aufs Feld. Ohne Vorwarnung habe der Trainer nur „rein“ gesagt, erinnert sich Paske. Keine 60 Sekunden später tauchte Hendrik Pekeler vor ihm auf - Paske parierte spektakulär. Felix Danner zollt Respekt: „Ein geiler Einstand.“

Gegen Pekeler bewies der 1,90 Meter große Keeper zwei weitere Male sein Können. „Für das erste Spiel ist es ganz gut gelaufen“, sagt Paske bescheiden. Mittags im Hotel habe er keine Aufregung gespürt. Aber auf dem Weg zur Halle „habe ich schon etwas schwitzige Hände bekommen“, gesteht der Schlussmann. Von Nervosität war während seiner knapp 20-minütigen Einsatzzeit nichts zu sehen. Wie ein alter Hase schmiss er sich in Jubelposen, und wegen der großen Namen bekam er keine weichen Knie. Paske sagt: „Im Spiel denkst du gar nicht darüber nach, ob da ein Gensheimer oder ein Schmid auf dich zukommt.“

Bei der MT hat der Torwart einen Vertrag bis 2017, er wechselte im Sommer 2015 vom Nachbarn Eintracht Baunatal. Bei den Profis trainiert er regelmäßig mit, Spielpraxis sammelt er in der Oberliga mit der zweiten Mannschaft. Demnächst beginnt er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Bleibt noch die Frage nach seinem Spitznamen. Paske erklärt: Für einen Mannschaftsabend im vergangenen Sommer habe er einen Taco-Salat gemacht, eine Art Schichtsalat. Der kam gut an. Seitdem heißt der Keeper bei den MT-Jungs nur noch Taco.

Und Taco hat noch mehr Grund zur Freude. Er fiebert seinem ersten Heimspiel am 16. März gegen Magdeburg entgegen. Paske sagt: „Die Partie in Mannheim hat Lust auf mehr gemacht.“ 

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