Aufgebot von Handball-Bundestrainer Sigurdsson

Kein MT-Spieler für Olympische Spiele eingeplant

Turnier in Rio im Blick: Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Foto:  dpa

Kassel. Die deutschen Handballer bereiten sich ab Montag auf die Olympischen Spiele vor. Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat seinen Kader benannt. Ein Spieler der MT Melsungen ist nicht dabei.

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson geht mit 19 Spielern in die erste Phase der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele - aber ohne Melsunger Akteure. Für den am Montag beginnenden Lehrgang in Mannheim mit dem Testspiel gegen Russland am Mittwoch verzichtet der Isländer sowohl auf Johannes Sellin als auch auf Michael Müller. Beide MT-Spieler wären Kandidaten für das Turnier in Rio de Janeiro gewesen.

Aber auf Rechtsaußen erhalten Patrick Groetzki von den Rhein-Neckar Löwen und der frisch gebackene Champions-League-Sieger Tobias Reichmann (Kielce) den Vorzug vor Sellin. Und im rechten Rückraum setzt Sigurdsson auf den Kieler Steffen Weinhold, Kai Häfner von Hannover-Burgdorf und den Berliner Fabian Wiede. MT-Kapitän Müller guckt in die Röhre.

Beide Melsunger waren gestern nicht zu erreichen. Die MT-Mannschaft befindet sich bis heute auf Mallorca und feiert dort verdientermaßen den vorzeitig gesicherten vierten Tabellenplatz und die Qualifikation für den Europapokal. Allerdings äußerte sich der Trainer: „Natürlich ist es die Sache des Bundestrainers. Aber gerade was Michi Müller betrifft, wundert mich die Entscheidung schon ein bisschen“, sagt Michael Roth. Müller habe eine überragende Saison gespielt und zuletzt auch in der Nationalmannschaft seine Qualitäten bewiesen.

Nun sieht es so aus, dass am olympischen Handballturnier kein einziger Melsunger teilnimmt. Denn nach seinem Mittelfußbruch steht der Einsatz von MT-Kreisläufer Marino Maric für die kroatische Auswahl in den Sternen. Kleiner Trost für den MT-Trainer: „So habe ich die Jungs in der Vorbereitung komplett zusammen“, sagt Roth.

Neben Sellin verzichtet Sigurdsson außerdem auf die Europameister Simon Ernst, Niclas Pieczkowski und Erik Schmidt. Der Wetzlarer Steffen Fäth muss wegen eines Mittelhandbruchs passen. Auf das Spiel gegen die Russen folgt ein Trainingslager am Chiemsee (9. bis 12. Juni). Am 28. Juni muss Sigurdsson seinen 28 Spieler umfassenden vorläufigen Kader melden. Nur aus diesem Aufgebot kann der Bundestrainer dann bis spätestens 17. Juli sein Olympia-Team aus 14 Spielern und einem Ersatzmann berufen.

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