MT gewinnt in Lemgo 31:22: Der Schnellcheck zum Spiel

Lemgo. Welch ein Auftritt der MT Melsungen! Die Bundesliga-Handballer haben am Sonntag beim TBV Lemgo einen souveränen 31:22 (16:8)-Sieg gefeiert.

Vor 4790 Zuschauern in der ausverkauften Lipperlandhalle zeigte die Mannschaft von Michael Roth eine beeindruckende Vorstellung. „Wir waren heute super auf den Beinen und haben die Aktionen des Gegners hervorragend antizipiert“, sagte der MT-Trainer zufrieden. Hier ist unser Schnellcheck zum Spiel:

Hat sich die Lipperlandhalle in Lemgo als die erwartete Festung erwiesen?

Sagen wir es so: Die Handballer der MT haben die Halle ziemlich schnell erobert. Gute zehn Minuten war die Begegnung ein offenes Spiel. Aber dann übernahmen die Gäste aus Nordhessen das Kommando. Nachdem MT-Trainer Roth seine Abwehr von einer 5:1- auf eine 6:0-Formation umgestellt hatte, gelang den Gastgebern sage und schreibe 16 Minuten kein Tor mehr. Erst Marcel Niemeyer traf dann wieder in der 28. Minute – da waren die Melsunger aber schon auf 15:7 enteilt. Die Vorentscheidung.

Wie lief die Begegnung zwischen der MT und Lemgo? 

Wie gesagt: Anfangs ging es hin und her. Da war die Partie zudem recht zerfahren. Michael Roth ließ spielen wie eine Woche zuvor in Berlin – das heißt mit Kreisläufer Marino Maric als verkappten Linksaußen und als Spitze in der 5:1-Abwehr. Das klappte nur bedingt. Aber nach der Umstellung lief es wie geschmiert. Die MT-Deckung mit dem abermals bestens aufgelegten Torwart Johan Sjöstrand ließ nichts mehr zu. Und dank des überragenden Johannes Sellin, der im ersten Durchgang elf – noch mal: ELF – Treffer erzielte, zogen die Gäste davon. Zur Pause führte die MT 16:8. Und diesen Vorsprung gaben die Melsunger nicht mehr aus der Hand. Roth wechselte fleißig durch, gönnte einigen Akteuren eine verdiente Verschnaufpause. So bekamen Christian Hildebrand, Jan Forstbauer und Jeffrey Boomhouwer jede Menge Einsatzzeit – und die fanden sich prima in diese Partie ein. Insgesamt war es schon klasse, wie sich die Melsunger in Lemgo präsentierten. Wie ein echtes Top-Team.

Wer war der Spieler des Tages aus MT-Sicht? 

Da gibt es keine zwei Meinungen: Johannes Sellin – elf Tore in einer Halbzeit, das kommt ja nicht alle Tage vor. Der MT-Rechtsaußen blieb aber auf dem Teppich: „Hätte unsere Abwehr nich so gut gestanden, wären die Pässe nicht so gut gekommen, hätte ich nicht so viele Tore geworfen“, sagte der Europameister ganz bescheiden. Kurios: Die ersten sechs Tore gingen allesamt auf sein Konto, fünf davon per Siebenmeter. Erst in der 14. Minute trug sich Patrik Fahlgren und nicht Johannes Sellin in die Torschützenliste der MT ein – es war der Treffer zum Melsunger 7:6. Sellin durfte im zweiten Durchgang dann verdientermaßen zuschauen.

Gab es sonst noch etwas Wichtiges zu erwähnen? 

Allerdings. Wie schon im Hinspiel gegen Lemgo erzielten auch am Sonntag alle eingesetzten MT-Feldspieler ein Tor. Das unterstreicht einmal mehr die mannschaftliche Stärke der Nordhessen.

Wie geht es denn jetzt weiter für die MT? 

Viel Zeit zum Ausruhen haben die Nordhessen nicht. Bereits am Mittwoch treten sie in Mannheim ab 19 Uhr zum Wiederholungsspiel im DHB-Pokal gegen die Rhein-Neckar Löwen an. Lemgos Trainer Florian Kehrmann sagte nach der Niederlage gegen die MT: „Da müssen sich die Löwen warm anziehen.“

Rubriklistenbild: © Lammel/HNA

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