24:31- Niederlage gegen den HSV - herber Rückschlag für Melsungen

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Kassel. Der unglücklichen Niederlage in Kiel folgte eine unerwartet heftige Bauchlandung gegen den HSV Hamburg: Die Handballer der MT Melsungen kassierten im Bundesliga-Verfolgerduell zur Enttäuschung der 4187 Besucher in der fast ausverkauften Halle eine 24:31 (11:16)-Niederlage.

 

Ein Rückschlag, der sich nach einer durchwachsenen ersten Viertelstunde früh abzeichnete. Denn die Nordhessen fanden insbesondere im Angriff nicht in die Spur. Viel zu überhastet agierte die MT, schoss Fahrkarte auf Fahrkarte gegen den guten, aber gewiss nicht überragenden Torsteher Bitter. Lediglich sieben Feldtore konnten bis zur Pause für die Hausherren gutgeschrieben werden, die in den ersten 30 Minuten kein einziges Mal ihre Außen torgefährlich ins Spiel brachten.

Einmal mehr klappte auch das Überzahlspiel der MT nicht. Selbst in 100 Sekunden mit zwei Mann mehr gingen die Hausherren nicht nur leer aus, sie kassierte auch noch ein Gegentor durch Nenadic zum 8:11 (22.). Und in der Mitte verrichtete Timm Schneider Schwerstarbeit, musste aber als einziger Spielmacher der MT auch reichlich Härte einstecken. Patrik Fahlgren kam noch nicht zu seinem Comeback nach einem Kreuzbandriss im März.

Der HSV indes spielte im Angriff geduldig, hatte nach einer Viertelstunde die zunächst noch stabile Melsnger Deckung mürbe gemacht. Hielt Torwart Johan Sjöstrand sein Team mit elf Paraden bis zum 7:8 nach 17 Minuten noch im Spiel, so fand auch er danach kaum noch ein Mittel gegen diese Hamburger, die ihren Vorsprung kontinuierlich auf bis zu fünf Tore ausbauten.

Doch er sollte gar bis auf 11:17 anwachsen, als der MT-Express kurz nach der Pause endlich auf Touren kam. Angeführt vom treffsicheren Momir Rnic, dessen Hereinnahme nach 17 Minuten den Angriff der Hausherren schon spürbar belebt hatte, starteten die Hausherren nun en furiose Aufholjagd. Schneider, Rnic und Michael Müller verkürzten mit drei beherzten Kraftakten auf 14:17 (35.), der achte Treffer (!) Rnics zum 17:18 (38.) riss die Zuschauer von den Sitzen und ließ sie von der Wende träumen. Doch ausgerechnet der beste Melsunger ließ dann zwei große Chancen zum Ausgleich ungenutzt. Denoch war auch nach Jeffrey Boomhouwers Strafwurf zum 19:20 (43.) noch ales drin für die MT.

MT Melsungen empfängt den HSV

Aber der Zwischenspurt hatte viel Substanz gekostet, er geriet zum Strohfeuer. Denn der HSV stemmte sich gegen die Wende und zwang die Melsunger insbesondere auf Halbpositionen nun wieder zu deutlich mehr Fehlern. Bei Schneiders 20:22 (49.) waren die Hausherren letztmals dran, danach zogen die Hamburger wieder davon. diesmal endgültig. Die Gegenstoß-Treffer fünf und sechs von Nenadic und Lindberg zum zwichenzeitlichen 20:26 (53.) entschieden die Partie, an deren Ende es noch ein wenig Trubel gab, als Hamburger Betreuer sowie Spieler beider Teams auf der Tribüne zwischen Zuschauern auftauchten.

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