Nordhessen scheitern knapp mit 23:26 an den Rhein-Neckar Löwen

MT Melsungen verliert im Pokal auch die Wiederholung - der Schnellcheck

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Loewen  vs. MTM

Mannheim. Der Traum von der Teilnahme am Final Four in Hamburg hat sich für die Handballer der MT Melsungen nicht erfüllt.

Im Pokal-Wiederholungsspiel vor 8900 Zuschauern in Mannheim musste sich der Bundesliga-Vierte dem Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen 23:26 (11:12) beugen. Die Partie hatte es bereits im Dezember gegeben, die Wertung von 22:21 für die Löwen wurde aber wegen einer Fehlentscheidung nachträglich annulliert. Der Schnellcheck:

Gab es diesmal wieder Diskussionsstoff?

Natürlich. Dafür stand ja auch viel auf dem Spiel. Aber es war nichts dabei, was ein neuerliches Wiederholungsspiel erforderlich machen würde. Beide Mannschaften haderten in einer Partie mit hohem Unterhaltungswert nur mit einigen Entscheidungen der beiden Unparteiischen Matthias Brauer und Kay Holm. Vor allem in der zweiten Hälfte, in der das Kräftemessen immer ruppiger wurde, zogen sie sich den Unmut aller Beteiligten zu.

Wie war denn das mittlerweile dritte Aufeinandertreffen der beiden Klubs in dieser Saison?

Es begann jedenfalls nicht so, wie der Vergleich im Dezember geendet hatte: Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer scheiterte diesmal gleich per Siebenmeter an Johan Sjöstrand. Der MT-Torwart zeigte genauso wie sein Gegenüber, der Ex-Melsunger Mikael Appelgren, schon in den ersten Minuten etliche Paraden. Zunächst hatten die gewohnt defensivstarken Nordhessen leichte Vorteile und lagen 4:2 vorn. Dann aber stabilisierten die Hausherren zusehends ihre Deckung und gingen 7:4 in Front.

Allerdings ließen sich die Gäste trotz einiger Fehlversuche nicht abschütteln. Timm Schneider traf sogar aus der eigenen Hälfte zum 6:7, als die Gastgeber in Unterzahl mit einem siebten Feldspieler operiert hatten.

Alles deutete daraufhin, dass es wieder ein Pokalkrimi werden sollte. Umso mehr, weil Patrik Fahlgren für die Nordhessen kurz nach Wiederbeginn gekonnt das 12:12 markierte. Doch der MT gelang es nicht, mal wieder in Führung zu gehen. Im Positionsangriff tat sie sich schwer. In diesem Bereich hatten die Mannheimer ein leichtes Plus. Das schlug sich im Zwischenstand von 22:17 für die Löwen nieder (50.).

Melsungens Coach Michael Roth musste reagieren. Er hatte bereits René Villadsen für Sjöstrand gebracht und musste nun frühzeitig de dritte Auszeit nehmen.

Ging das Ergebnis in Ordnung?

Durchaus. Die Löwen hatten die etwas bessere Bank und vor allem frenetische Fans hinter sich. Grämen braucht sich Melsungen jedoch nicht. Nun können sich die Nordhessen auf das Hessenderby am Samstag ab 19 Uhr in der ausverkauften Rothenbach-Halle gegen Wetzlar freuen. In einer Woche sehen sich die Klubs an gleicher Stätte in der Liga schon wieder.

Wie war die Stimmung unter Hallendach?

Anders als beim ersten Anlauf vor 70 Tagen konnten die Beobachter dieses Vergleichs diesmal nicht auf einen Pulli verzichten. Denn im Gegensatz zur Eberthalle in Ludwigshafen, wo die Begegnung vor Weihnachten ausgetragen worden war, ist die Mannheimer SAP-Arena gut klimatisiert. Unter den mehr als 8900 Zuschauern waren auch 70 Fans der MT. Und diese wussten sich durchaus lautstark bemerkbar zu machen.

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