MT Melsungen - volle Pulle nach Lemgo

Volle Kraft voraus: Melsungens Kapitän Michael Müller (rechts) erwartet einen heißen Tanz in Lemgo. Auf unserem Foto hat er es mit Stuttgarts Tobias Schimmelbauer zu tun. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Die Melsunger Bundesliga-Handballer haben eine Hammerwoche vor der Brust. Sie beginnt am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim TBV Lemgo (17.15 Uhr). Das Spiel gibt's live bei Radio HNA.

Den Auftakt haben die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen mit Bravour gemeistert. Erstmals in Berlin gewonnen, zwei Punkte eingeheimst, Selbstvertrauen getankt. Besser geht’s nicht. Zurücklehnen ist aber nicht. „Wir haben eine Hammerwoche vor der Brust“, sagt Michael Müller. Und diese Woche beginnt am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim TBV Lemgo (17.15 Uhr) - „das wird alles andere als ein Selbstläufer“, ergänzt der MT-Kapitän.

Damit aber nicht genug: Am Mittwoch steht das Wiederholungsspiel im DHB-Pokal bei den Rhein-Neckar Löwen auf dem Programm, Samstag folgt das Hessenderby gegen die HSG Wetzlar. Das ist zugleich der erste Auftritt nach der EM-Pause vor eigenem Publikum, und die Rothenbach-Halle ist bereits ausverkauft. Aber erst einmal zählt Lemgo.

Die Favoritenrolle

Anders als vor einer Woche in Berlin läuft der Tabellenvierte aus Nordhessen in Ostwestfalen beim Tabellenzwölften als Favorit auf. Davon will Müller aber nichts hören: „Das wird ein enges Spiel. In der Halle herrscht immer eine hitzige Stimmung.“ Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass in dieser Saison jeder jeden schlagen könne, sagt Müller. Überdies ist die Mannschaft von Trainer Michael Roth gewarnt. Nach einem tollen Lauf im Dezember 2014 ging das letzte Spiel vor der WM-Pause damals in die Hose - Tatort: die Lipperlandhalle in Lemgo. Müller sagt: „So etwas steckt noch ein bisschen im Unterbewusstsein.“

Der Gegner

Apropos Warnung: Das Team von Trainer Florian Kehrmann dürfe nicht in einen Lauf kommen, fordert der MT-Kapitän. Die Lemgoer sind bekannt für ihre extremen Tempogegenstöße. „Wir müssen auf der Hut sein.“ Das Rezept klingt denkbar einfach: Im Angriff möglichst oft abschließen, zur Not auch mal daneben werfen - Hauptsache keinen Konter provozieren. Und die Abwehr mit Torwart Sjöstrand sollte so gut agieren wie in Berlin. „Wenn Johan wieder einen Sahnetag erwischt, ist das schon die halbe Miete“, sagt der 31-Jährige. Sie dürften auf keinen Fall überheblich in das Spiel gehen.

Das Programm

Sowohl bei den MT-Spielern als auch bei den Fans herrscht die Hoffnung auf einen ähnlichen Verlauf wie zu Saisonbeginn. Da legten die Melsunger nach dem Auftakterfolg gegen Berlin eine tolle Serie hin. „Wäre schön, wenn das wieder klappt“, sagt Müller mit Blick auf das anstehende Programm. Damals ließen die MT-Männer ihre Bärte sprießen - bis zur ersten Niederlage gegen Gummersbach.

Ähnliche Aktionen seien jetzt nicht geplant, versichert der Kapitän. Zumindest noch nicht. „Aber natürlich hoffen wir auf einen Lauf wie zu Saisonbeginn.“ Vor allem, wie Müller erklärt, weil die Regeneration nach einem Sieg leichter fiele. In Berlin musste er annähernd durchspielen, und die Belastung war ihm anzusehen. Doch er will nicht meckern. Der Linkshänder sagt: „Wenn ich zugucken müsste, würde ich auf jeden Fall mehr jammern.“

Die Lage

Obwohl der Abstand zu den ersten drei Teams in der Tabelle nicht groß ist, wollen die Melsunger nicht nach oben schielen. „Wir sollten auf dem Teppich bleiben“, sagt Müller. Ziel sei es, den Vorsprung auf die hinteren Ränge zu halten und auszubauen. Ein Sieg in Lemgo wäre da ein erster Schritt. Überdies wäre ein Erfolg am Sonntag ein guter Start in die Hammerwoche.

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