Anwurf 19 Uhr (live bei Sport 1)

Melsunger Handballer spielen am Mittwoch in Mannheim um den Einzug ins Final Four

Typisch Hamburg: Der Michel und die Landungsbrücken von St. Pauli gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Foto:  dpa

Kassel. Für die Handballer der MT Melsungen geht es Schlag auf Schlag. Nach dem imposanten Auswärtssieg in der Bundesliga beim TBV Lemgo am Sonntag tritt die Mannschaft von Trainer Michael Roth heute ab 19 Uhr in Mannheim bei den Rhein-Neckar Löwen an (live bei Sport 1).

Wir berichten bei Radio HNA live und in voller Länge von der Partie.

Die Partie ist die Neuauflage des Viertelfinals im DHB-Pokal. Beide Teams haben ein großes Ziel vor Augen, und das heißt Hamburg. Dort wird Ende April das Finalturnier ausgetragen. Nicht nur deshalb steckt in der Begegnung in der Mannheimer SAP-Arena viel Brisanz. Ein Überblick:

1. Der Protest:  An das erste Duell am 16. Dezember denken beide Mannschaften nicht so gern zurück. Ein wahrer Handball-Krimi. Beim Stand von 21:21 kurz vor Schluss verhinderte Timm Schneider einen Gegenstoß der Löwen. Die Schiedsrichter Christoph Immel und Ronald Klein ahndeten die Unsportlichkeit mit Roter Karte und Siebenmeter. Tor für die Löwen, 22:21, Schluss. Dieses doppelte Strafmaß ist seit dieser Saison für die letzten 30 Sekunden vorgesehen – aber nur in der 1. und 2. Liga. Melsungen legte erfolgreich Protest ein. Dieses Mal leiten Matthias Brauer und Kay Holm das Spiel.

2. Die Halle: Ein bisschen Geschmäckle hat es schon. Für die erste Begegnung war der Bundesliga-Spitzenreiter nach Ludwigshafen in die Ebert-Halle umgezogen. Nun wählte er die SAP-Arena – fast 10 000 Zuschauer statt 2100. MT-Trainer Roth sieht das eher gelassen. Die Löwen würden halt versuchen, das Beste rauszuholen, „es wird so oder so laut, und wir müssen uns dagegenstemmen.“ Nach zwei erfolgreichen Auswärtsspielen in der Liga wissen die MT-Handballer ohnehin bestens, wie sie in fremden Hallen bestehen können.

3. Die Intensität: Wenn die MT auf das Topteam aus Mannheim trifft, dann geht es zur Sache. Sowohl die erste Pokalpartie als auch der MT-Heimsieg in der Bundesliga im November waren geprägt von enormer Intensität. Es werde wieder harte Zweikämpfe geben, prophezeit Roth. Der Handballlehrer will an der zuletzt bewährten Taktik festhalten und fordert zudem: „Unseren Positionsangriff müssen wir effektiv gestalten und dürfen den Gegner nicht zu Gegenstößen einladen.“

4. Das Personal: Wie wichtig die Badener dieses Spiel nehmen, verdeutlicht diese Tatsache: Beim Champions-League-Spiel am Samstag im polnischen Kielce schonte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen seine Stammkräfte. MT-Trainer Roth sagt: „Wir können befreit aufspielen. Die Löwen müssen sich mehr Gedanken machen.“ Personell muss der Melsunger Coach weiterhin auf Michael Allendorf und Malte Schröder verzichten.

5. Die Bedeutung:  Eigentlich war das Thema Pokal abgehakt. Nun schwirre das Final Four wieder in den Köpfen herum: „Wir wollen nach Hamburg, ganz klar“, sagt Roth. Mögliche Halbfinal-Gegner wären Flensburg, Magdeburg oder der Bergische HC. Aber darüber machen sich Roth und seine Spieler noch keine Gedanken.

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