Schnellcheck: Boomhouwer verletzt vom Feld

MT Melsungen verschläft gegen Leipzig erste Hälfte und verliert 20:23

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Leipzig. Mit dem Goldenen Oktober wird es bei der MT Melsungen nichts. Der Handball-Bundesligist kassierte vor 3582 Zuschauern beim SC DHfK Leipzig eine 20:23 (10:15)-Pleite.

Wie war das Spiel der MT bei den Sachsen?

Für die Leistung der Melsunger in der ersten Halbzeit gab es nur ein Wort: katastrophal. Die Nordhessen kamen überhaupt nicht auf Touren und leisteten sich unglaublich viele Ballverluste. Zwar wechselte MT-Trainer Michael Roth schon frühzeitig einmal durch, Besserung stellte sich deshalb aber nicht ein.

Zumal die Hausherren leidenschaftlich verteidigten und viele Treffer nach Tempogegenstößen. Hatte der SC DHfK keinen wirklichen Schwachpunkt, so waren es bei den Gästen etliche. Zumindest zeigte sich Johannes Sellin recht treffsicher, und Johan Sjöstrand im Tor verzeichnete die eine oder andere Parade. In der 25. Minute stand es 6:13 aus MT-Sicht.

MT Melsungen unterliegt SC DHfK Leipzig 20:23

Nach der Pause haben die Mannen aus der Fuldastadt bewiesen, dass es auch anders geht: Vor allem die Abwehr hinterließ nun einen stabileren Eindruck. Der Rückstand schrumpfte auf 15:17 (43.). Und trotz der Roten Karte gegen den kurz zuvor erst eingewechselten Mittelmann Timm Schneider (46.) hieß es kurz darauf 17:18 (49.) – Melsungen war wieder im Geschäft. Mit Nenad Vuckovic als umsichtigen Regisseur und Sjöstrand als gutem Rückhalt war ein Erfolg wieder im Bereich des Möglichen. Der Ausgleich fiel in der 55. Minute durch Michael Müller (19:19). Doch in der Schlussphase präsentierte sich Melsungen wenig abgeklärt – und verlor.

War das Ergebnis denn gerecht?

Die Leipziger gewannen absolut verdient. Sie investierten mehr und hatten in Torwart Milo Putera und Nationalspieler Niclas Pieczkowski herausragende Kräfte.

Wie war die personelle Situation bei der MT?

Die Nordhessen hatten neben dem langzeitverletzten Gabor Langhans, der die Partie in der Arena Leipzig als Zuschauer verfolgte, auch Torwart René Villadsen nicht dabei. Der Däne hatte sich beim Krafttraining am Donnerstag verletzt. Im Spiel verletzte sich dann auch noch der Niederländer Jeffrey Boomhouwer so schwer, dass er mit der Trage in die Kabine gebracht werden musste.

Wie war die Stimmung in der Halle?

Durchaus bemerkenswert. Wo gibt es das schon, dass die Gäste-Mannschaft besonders herzlich empfangen wird? Genau dies war jedoch der Fall. Der Moderator stellte die MT als „angenehmen Gegner“ vor. Zudem wurde Markus Martin von den MT-Trommlern während der Einstimmung auf die Partie interviewt – in einer Reihe mit den Olympia-Teilnehmern David Storl (Kugelstoßen) und Turmspringer Stephan Feck, beide aus der Sporthochburg Leipzig. Nach dem Spiel herrschte dann Ausnahmezustand bei den Fans der Gastgeber. 

Die Statistik

SC DHfK Leipzig - MT Melsungen 23:20 (15:10)

Leipzig: Putera (18 GT/17 P.), Vortmann (2 GT/1 P.) - Semper, Steinert 3, Rojewski 3/1, Jurdzs, Oehlrich, Binder 5, Janke, Pieczkowski 6, Roscheck, Meschke 5, Becvar 1, Milosevic.

Melsungen: Sjöstrand (23 GT/20 P.), Verkic (n.e.) - Maric, Sellin 8/6, Fahlgren, Danner, P. Müller, Boomhouwer 1, Rnic, Schneider, Allendorf 1, Vuckovic 4, Jaanimaa 1, M. Müller 4.

SR: Blümel/Loppaschewski (Berlin) - Z: 3582

Siebenmeter: 2/1:8/6 - Zeitstrafen: 4:4 Minuten - Rote Karte: Schneider (46., Foulspiel)

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