„Die nötige Härte ist schon da“

MT-Handballer gewinnen Test in Friesenheim und sind guten Mutes vor Restrundenstart

Hat ein gutes Gefühl vor dem Beginn der Rückserie: MT-Abwehrstratege Felix Danner. Foto:  Fischer

Kassel. Gute Trainingsleistungen und ein Kantersieg im letzten Test – die Handballer der MT Melsungen können durchaus zuversichtlich dem Bundesliga-Verfolgerduell am Sonntag ab 17.15 Uhr (Sport 1) bei den Füchsen Berlin entgegen blicken.

Vier Tage vor dem Start der Restrunde gewannen die Nordhessen trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle beim Zweitligisten TSG LU-Friesenheim 36:23 (16:10). Ein Situationsbericht aus dem Lager des Erstliga-Tabellenvierten.

Die Generalprobe

Beim inoffiziellen Test in Friesenheim wollte die MT von Beginn an Dominanz ausstrahlen – und das gelang. „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben konsequent gedeckt“, resümierte Trainer Michael Roth. Erfolgreichster Schütze für die personell arg geschwächte Melsunger Mannschaft, bei der die Talente Johannes Golla (ein Tor) und Jan Grolla aushalfen, war der frisch gebackene Europameister Johannes Sellin. Ihm gelangen 16/10 Treffer. Außerdem zeigten sich Marino Maric (6), Jeffrey Boomhouwer (5) und Felix Danner (4) treffsicher.

Die Personalsituation

Die letzte Woche der Restrundenvorbereitung begann für die MT mit schlechten Nachrichten. Die Mittelmänner Timm Schneider und Nenad Vuckovic sowie die Linkshänder Christian Hildebrand und Jan Forstbauer meldeten sich allesamt grippekrank ab. Schneider und Hildebrand sollen zum Berlin-Spiel am Sonntag wieder hundertprozentig fit sein. Bei den beiden Kollegen lässt sich keine Prognose stellen. Von vornherein nicht in Ludwigshafen eingesetzt werden konnten Michael Allendorf und Rekonvaleszent Malte Schröder. Allendorf droht noch genauso wie Schröder auszufallen.

Der Leistungsstand

Vor dem Erfolg gegen Friesenheim sicherten sich die Melsunger bereits beim Neujahrsturnier in Groß-Umstadt den Sieg. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt MT-Kreisläufer Felix Danner vor dem Auftritt in der Bundeshauptstadt. Seine Zuversicht kann er leicht begründen: „Im Training gibt jeder 100 Prozent, und in der Abwehr ist schon die nötige Härte zu erkennen.“

Die Rückrundenplanung

Die Melsunger bestreiten bis Mitte März sechs Pflichtspiele – nur zwei davon zu Hause: gegen die HSG Wetzlar (Samstag, 27. Februar) und gegen den SC Magdeburg (Mittwoch, 16. März, beide 19 Uhr). Anschließend haben die Fuldastädter wegen des Rückzugs des HSV Hamburg viereinhalb Wochen Pause. Um diesen Zeitraum sinnvoll zu überbrücken, plant die MT einige Tests. Trainer Roth hat die Zusagen der Zweitligisten Rimpar und Friesenheim, die in Melsungen gastieren werden. Duelle mit Wetzlar und Gummersbach kommen ebenfalls in Betracht, weil die MT dann schon gegen beide Klubs zweimal gespielt hat.

Das Zuschauerinteresse

Für das Hessenderby Ende des Monats gegen Wetzlar gibt es bereits keine Tickets mehr gibt – ebenso wenig wie für den Knüller am 22. Mai gegen den Deutschen Meister THW Kiel. Manager Axel Geerken freut sich über die gute Nachfrage. Von der Rückrundenkarte, die sein Verein den Fans angeboten hat, wurden 250 Stück abgesetzt. In den vergangenen Jahren waren es im Schnitt etwa 50. „Das ist phänomenal“, sagt Geerken.

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