Nach drei Niederlagen

MT: Jetzt muss es gegen Gummersbach klappen

Kassel. Der Start in diese Bundesliga-Saison ging gründlich daneben. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung bei der 26:30-Niederlage gegen den Meister Rhein-Neckar Löwen soll es für die Handballer der MT Melsungen nun am Samstag ab 19 Uhr vor heimischer Kulisse gegen den noch unbezwungenen VfL Gummersbach die ersten Punkte geben.

Dabei können die Melsunger erstmals wieder auf Kreisläufer Marino Maric bauen, der nach Fußbruch und einer mehr als dreimonatigen Pause ins Team zurückkehrt.

Bundesligist will an kämpferische Leistung aus Löwen-Spiel anknüpfen und hat Kroaten wieder dabei

Nach dem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen bekamen die Melsunger Handballer viel Lob vom Gegner - für einen leidenschaftlichen Auftritt. MT-Manager Axel Geerken nahm die Komplimente allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. „Kämpferisch war unserer Mannschaft zwar nichts vorzuwerfen“, sagte der Geschäftsführer, „aber wir dürfen auch nicht mit einer Niederlage zufrieden sein.“ Klar, das 26:30 war die dritte Pleite für den Vorjahresvierten.

Melsungen ist mit 0:6 Punkten Tabellenvorletzter - nur Schlusslicht Bergischer HC weist aktuelle eine noch schlechtere Tordifferenz auf. „Jetzt gibt es kein Wie oder Warum mehr, am Samstag zählen nur zwei Punkte“, sagt Rückraumschütze Momir Rnic vor dem Kräftemessen in eigener Halle gegen den VfL Gummersbach. Sollte es für die Nordhessen die nächste Schlappe setzen, dann wäre ein einstelliger Platz erst einmal in weiter Ferne - und die Unruhe im Umfeld würde auch spürbar zunehmen.

Jetzt muss es klappen - und darauf kommt es für die Mannschaft von Trainer Michael Roth an:

EINSATZ PUR 

„Wir müssen mit genauso viel Engagement spielen wie gegen die Löwen“, sagt Kapitän Michael Müller und nimmt sich und die Seinen in die Pflicht. Nur wenn die Gastgeber die nötige Aggressivität zeigen und in der Abwehr immer einen Schritt mehr machen als ihre Widersacher, kommen sie zu den erhofften Ballgewinnen und damit zu ihrem Tempospiel. Eine gute Nachricht ist auf jeden Fall, dass der Kroate Marino Maric ins Aufgebot rückt. „Ich bin natürlich noch nicht bei 100 Prozent, aber ich kann den Jungs auf jeden Fall ein bisschen helfen“, sagt der Kreisläufer, der vor allem für die Deckung wichtig sein kann und auf seinen Einsatz brennt: „Es war sehr bitter, nur trainieren zu können und bei Spielen zuschauen zu müssen.“ Nun muss die MT „nur“ noch auf Torsteher Johan Sjöstrand und Neuzugang Gabor Langhans verzichten.

KÜHLEN KOPF

In den bisherigen drei Partien mit MT-Beteiligung sahen insgesamt fünf Spieler wegen Foulspiels „Rot“. Zum Vergleich: In der gesamten Hinrunde der vergangenen Saison flog kein einziger Akteur vom Platz. Es zeigt sich, dass die Unparteiischen seit der Einführung der Blauen Karte am 1. Juli dieses Jahres, nach der ein Handballer automatisch für mindestens ein Spiel gesperrt wird, schneller mal Zwei-Minuten-Strafen aussprechen oder den Roten Karton zücken. „Man muss hochkonzentriert sein und darauf achten, wie die Schieris die verschiedenen Vergehen bewerten“, sagt Michael Müller, den es selbst gegen Erlangen nach einem eher harmlosen Foul erwischte.

BESSERE ABSCHLÜSSE 

Nur 20 Tore gegen Coburg, 25 gegen Erlangen und 26 gegen die Löwen - langsam stößt das Team im Angriff wieder in die Leistungsbereiche vor, die sie selbst für sich beansprucht. 28,5 Treffer gelangen im Schnitt in der Vorserie. Bislang wurden einige Möglichkeiten doch kläglich vergeben beziehungsweise die gegnerischen Schlussleute regelrecht warmgeschossen. In den Auftaktparten gegen Cobur und Erlangen unterliefen der MT zu viele technische Fehler. Derlei Schwächen traten gegen die Mannheimer nicht zu Tage. Wofür es ja auch Lob gab.

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