Fünf Gründe, weshalb diese Woche der Vorbereitung für die Handballer besonders wichtig ist

MT Melsungen bleibt keine Zeit zum Ausruhen

Mile Malesevic

Kassel. Wer rastet, der rostet. Deshalb schraubt Handball-Bundesligist MT Melsungen die Trainingsintensität weiter nach oben.

Neben vielen Übungseinheiten muss das Team in den kommenden Tagen beim Linden-Cup, den die MT schon mal zu Zeiten eines Petr Hazl und eines Daniel Valo im Jahr 2007 gewann, einige Aufgaben meistern.

Fünf Gründe, weshalb diese Woche in der Vorbereitung besonders wichtig für das MT-Team ist:

1. Das Turnier: Bislang testeten die Melsunger nur gegen zwei Drittligisten: Sowohl gegen den Oranienburger HC als auch gegen den HSV aus Hamburg gab es nach einigen Anlaufproblemen einen Sieg. Nun warten beim Linden-Cup harte Prüfungen. Donnerstag und Freitag geht es jeweils ab 20.15 Uhr gegen einen Erstliga-Konkurrenten: Erst soll die HSG Wetzlar, dann der SC Magdeburg besiegt werden. Zum Abschluss müssen die Nordhessen am Samstag ab 17.45 Uhr gegen den Zweitligisten Hüttenberg ran. Möglich, dass dann die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt. „Das sind Top-Gegner“, sagt MT-Schütze Momir Rnic, „für uns sind es gute Gelegenheiten, um sich weiter einzuspielen.“

2. Die Torwart-Situation: Die Nummer eins Johan Sjöstrand wird noch einige Wochen ausfallen. Co-Trainer Mile Malesevic, der für die Schlussleute zuständig ist, hofft, dass der Schwede zum Serienstart voll belastbar ist. Ungeachtet dessen arbeitet Malesevic in diesen Tagen intensiv mit Sjöstrands Stellvertretern René Villadsen und Maurice Paske. Der Däne machte in Hamburg über weite Strecken keine gute Figur. „Er braucht noch mehr Selbstvertrauen. Wir benötigen eine starke Nummer zwei“, erklärt der Assistent von Chefcoach Michael Roth.

Malesevic nutzt für das Training mit dem Zwei-Meter-Mann seine guten Kontakte zum Spitzenklub Paris St. Germain. Bei den Franzosen steht mit Patrice Annonay als Ersatz für Thierry Omeyer auch ein Hüne im Kasten. „René muss groß bleiben“, weiß Malesevic, „seine kurzen, schnellen Bewegungen müssen besser werden.“

3. Das Training: Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager bekamen die Spieler am Montag frei. Bevor es für die Melsunger im mittelhessischen Linden richtig los geht, stehen bereits zwei Einheiten mit Ball auf dem Plan. „Wir nehmen uns jetzt immer häufiger Zeit auch für spieltechnische Dinge“, unterstreicht Rnic.

4. Die Taktik: Gegen den HSV hatte Roth immer mal wieder einen siebten Feldspieler anstelle des Torwarts gebracht. „Wir werden dieses System weiter testen“, erklärte der Trainer danach. Bislang war Roth kein Freund dieses spielerischen Mittels. Aber: Seit dem 1. Juli muss ein zusätzlicher Angreifer nicht mehr durch ein Laibchen gekennzeichnet werden. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten. Malesevic arbeitet dazu mit den Torleuten am richtigen Timing. „Die Wechsel müssen schnell über die Bühne gehen. Vor allem müssen die Torhüter auf den ersten 15, 20 Metern flink unterwegs sein.“

5. Die Torgefahr auf der rechten Seite: Zwei Neuzugänge muss die MT integrieren. Gabor Langhans , neun vom TuS N-Lübbecke, und der ehemalige Lemgoer Arjan Haenen sind Linkshänder und spielen im rechten Rückraum beziehungsweise auf Rechtsaußen. „Das sind zwei richtig gute Typen, die uns auf jeden Fall weiter helfen werden“, betont ihr Teamkollege Rnic. Diese Woche eignet sich besonders gut, um das Duo weiter einzubauen.

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