Vier Wochen kein Bundesliga-Spiel

MT-Melsungen-Trainer Roth: Pause für Endspurt nutzen

Kommt Pause gelegen: MT-Trainer Michael Roth.

Kassel. Die Handballer der MT Melsungen haben vier Wochen kein Bundesliga-Spiel. Trainer Michael Roth will die Zeit für den Endspurt nutzen.

Beliebt ist eine solch’ lange Unterbrechung eigentlich nicht. Weder bei Spielern noch Trainern. Vier Wochen ohne Meisterschaftsspiel, bevor es in die entscheidende Saisonphase geht, stellt für die MT Melsungen durchaus eine Herausforderung dar, die nicht auf dem Wunschzettel von Müller, Fahlgren und Co. steht. Schließlich war die Saisonvorbereitung anstrengend genug. Eine Quälerei, die die heimischen Bundesliga-Handballer seit dem Magdeburg-Spiel in komprimierter Form erneut zu bewältigen haben.

„Training ohne Kopf“ nennt Trainer Roth diese Einheiten zur Verbesserung der Kondition mit Schwerpunkt auf Kraft und Schnelligkeit. Dabei wechseln sich das Stemmen von Gewichten mit Spurts - beides volle Pulle - ab. Davon können sich die Spieler über Ostern erholen, ehe sie danach wieder einen Ball in die Hand nehmen dürfen.

Michael Müller sogar im Kreis der Nationalmannschaft, die im Rahmen eines Lehrgangs zwei Testspiele bestreitet. Nicht dabei Europameister Johannes Sellin, der diesmal keine Einladung bekommen hat.

Bisher gute Erfahrungen

Und der sich schon über „diesen merkwürdigen Rhythmus“ wundert, „dass man in einem Monat acht Spiele und im nächsten keines hat.“ Trotzdem. So ganz ungelegen kommt dem Rechtsaußen diese Pause nicht. Denn: „Da kann ich endlich mal ein wenig den Kopf frei bekommen.“ Nationalmannschaftskollege Müller weist zudem auf die bisherige Erfahrung hin, „dass wir als Mannschaft eigentlich immer gestärkt aus solch’ einer Mini-Vorbereitung heraus gekommen sind.“

Sie bietet laut Michael Roth die Möglichkeit, „frisch und hoffentlich auch bald komplett in die entscheidende Saisonphase zu gehen“. Also spätestens ab Mai wieder mit den angeschlagenen Michael Allendorf und Johan Sjöstrand. Dem Linksaußen, der derzeit auf dem Fahrrad an seiner Rückkehr in die Mannschaft arbeitet, blieb aufgrund seiner Hüftverletzung das ganz harte Athletik-Training erspart. Dem Schweden nicht, der mit verbundener Hand genauso hart wie seine Teamkollegen ran musste.

Sein Haarwurzelriss in der Hand machte René Villadsen plötzlich zur Nummer eins im MT-Tor, der die spielfreie Zeit zu einem ungewöhnlichen Individualtraining nutzt. Mit Tennisbällen nämlich, knallhart aus unterschiedlichen Entfernungen geschlagen von Co-Trainer Mile Malesevic, als wenn der sich gleichzeitig auf Wimbledon vorbereiten würde. „Dann wird‘s für mich mit den größeren Bällen einfacher“, erklärt der Melsunger Schlussmann diese Maßnahme, die unter anderem dazu dient, an seiner Explosivität zu arbeiten. Darüber hinaus gilt es für den 2,01-Meter-Mann, „noch mehr meine Größe und entsprechende Reichweite zu nutzen“.

Balingen nächster Gegner

Eine Spezialbehandlung, die beim 28:28-Remis gegen den SC Magdeburg (18 Paraden) bereits Früchte trug. Auch die Balinger sollen diese im nächsten Heimspiel am 17. April zu spüren bekommen. Wenn es endlich, mit frischen Kräften., weiter geht.

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