Das Pendant zu Michi Müller

MT-Neuzugänge: Langhans soll für leichte Tore aus dem rechten Rückraum sorgen

Gewichte stemmen im Trainingslager: Gabor Langhans bringt sich derzeit mit der MT Melsungen an der Mecklenburgischen Seenplatte in Form. Das Foto entstand dort am Donnerstagvormittag. Verdeckt im Hintergrund ist Jeffrey Boomhouwer, der bei der MT die Nummer 19 trägt. Foto: nh

Melsungen. Als die Melsunger Handballer gegen den TuS N-Nübbecke spielten, trug der Gegenspieler im rechten Rückraum der Ostwestfalen das Haar noch recht kurz.

Es scheint, als wäre Gabor Langhans seitdem nicht mehr zum Friseur gegangen. Jetzt, da er die Seiten gewechselt, bei der MT angeheuert hat und mit den Nordhessen in die Vorbereitung eingestiegen ist, ist seine Haarpracht zwar immer noch gut gestylt, aber auch deutlich fülliger.

Sein neuer Trainer Michael Roth hat schon klargemacht, dass er die Entwicklung auf Langhans’ Kopf genau im Blick haben wird. „Bei uns darf nur einer die Haare lang und ein Haarband tragen“, erklärte Roth beim Sommerfest der Melsunger und blickte mit einem breiten Grisen zu Europameister Johannes Sellin hinüber.

„Es ist gut, wenn man einen erfahrenen Mann vor sich hat. Da kann man sich durchaus weiterentwickeln.“

Ansonsten weiß der Coach aber nur Gutes von der 27 Jahre alten Neuerwerbung zu berichten. Er sieht den Zwei-Meter-Mann als wichtiges Pendant zu Kapitän Michael Müller. Ist Müller eher ein Vorbereiter mit Stärken im Eins-gegen-eins-Spiel, kann Langhans das Leder schon mal aus neun, zehn Metern in die Ecken der gegnerischen Gehäuse wuchten.

„Melsungen ist der nächste Schritt in meiner Karriere“, betont der Linkshänder. Nach ersten Erfolgen als Jugendspieler bei den Füchsen in seiner Heimatstadt Berlin, wo unter anderen Sellin ein Mannschaftskamerad war, suchte er sein Glück in Eisenach. Doch da schaffte es Langhans nicht, sich durchzusetzen. „Leider ist er erst später richtig aufgeblüht“, erklärt Eisenachs Pressesprecher Thomas Levknecht im Rückblick.

Schon eine Saison später ging es zum Zweitliga-Rivalen Rostock – unter dem ehemaligen MT-Trainer Rastislav Trtik verbesserte er sich spürbar und rückte ins Blickfeld einiger Erstligisten. 2013 entschied er sich zu einem Wechsel nach Lübbecke. Dort machte er im Schatten des früheren Melsungers Jens Schöngarth große Fortschritte.

Auch bei den Nordhessen ist er die Nummer zwei. Eine Rolle, der er auch durchaus etwas Positives abgewinnen kann: „Erstens ist die Saison lang: Ich werde auch meine Einsatzzeiten bekommen. Zweitens ist es gut, wenn man einen erfahrenen Mann vor sich hat. Da kann man sich durchaus weiterentwickeln.“

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