Nur einer überzeugt: MT-Spielmacher Fahlgren findet zu alter Stärke zurück

Vor dem Frust noch mit viel Zug zum Tor: Melsungens Patrik Fahlgren. Foto: Eibner

Nürnberg. Während die Mannschaft der MT Melsungen noch nach ihrer Form sucht, scheint Patrik Fahlgren zu seiner alten Stärke zurückzufinden.

Einige Zeit nach dem Spiel hockten die meisten Melsunger Handball-Profis immer noch mit versteinerter Miene in der Kabine. Kurz bevor MT-Regisseur Patrik Fahlgren zum Mannschaftsbus des Bundesligisten aufbrechen wollte, wurde er noch von Erlangens überragendem Rechtsaußen Ole Rahmel aufgehalten. Der zwölffache Torschütze des HCE musste unbedingt noch etwas loswerden: „Weißt du, was unser Trainer vor dem Spiel gesagt hat? Der Fahlgren, der wirft nicht.“

Melsungens Spielmacher schmunzelte nur kurz. Natürlich freute sich „Falle“, dass er seit Langem mal wieder seine Gefährlichkeit unter Beweis stellen konnte. Da sein Team aber mit 25:29 unterlag, blieb es für ihn nur eine Randnotiz, dass er mit sieben Treffern bester MT-Werfer war. „Wir sind alle unzufrieden“, stellte Fahlgren fest.

In dieser Phase, in der es bei den Nordhessen aber noch schlecht läuft und sie ziemlich gehemmt ihren Kontrahenten entgegentreten, ist Fahlgren ein Hoffnungsträger. In der vergangenen Serie litt er lange unter den Folgen eines Kreuzbandrisses. Jetzt scheint er zu alter Stärke zurückzufinden. „Körperlich bin ich wieder am Maximum. Es ist auch wichtig, dass ich im Kopf wieder frei bin“, sagt der 31-Jährige, „da triffst du wieder die richtigen Entscheidungen.“

Bereits am Mittwoch muss er mit seinem Team wieder ran. Dann gastiert Meister Rhein-Neckar Löwen ab 19 Uhr in der noch nicht ganz ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle. „Wir müssen jetzt als Team zusammenstehen und uns gemeinsam aus dieser schwierigen Situation befreien“, betont Fahlgren, der als einer der erfahrenen Kräfte besonders gefragt ist. Noch dazu ist seine Zukunft ungeklärt. Nach dieser Serie läuft sein Vertrag aus. „Daran denke ich gar nicht“, sagt der Spielmacher, „ich will nur guten Handball spielen.“ In Nürnberg war er erneut die löbliche Ausnahme in einem enttäuschenden Team. (bjm)

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