MT will Schwung mitnehmen – Anwurf 20.15 Uhr

Philipp Müller empfängt mit Melsungen den HSV Hamburg

Ab durch die Mitte: Melsungens Philipp Müller (rotes Trikot) nimmt es gegen die SG Flensburg-Handewitt in dieser Szene mit Tobias Karlsson (links) und Albin Tingsvall auf. Foto:  Fischer

Kassel. Für die MT Melsungen ist es das fünfte Spiel innerhalb von 15 Tagen – doch von Müdigkeit keine Spur. Nach zuletzt drei Siegen in Folge will der Bundesligist heute seinen Lauf gegen den HSV Hamburg fortsetzen.

Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Philipp Müller drückt es so aus: „Wir wollen den Schwung mitnehmen und gehen positiv gestimmt in dieses Spiel.“

An die englischen Wochen mit Liga-Alltag und Europapokal hätten sie sich gewöhnt. Die Belastung sei natürlich höher, sagt Müller, „aber irgendwie steckt man in einem Rhythmus, und der Körper kommt damit zurecht.“ Für den 30-Jährigen aus der Abwehr-Zentrale läuft es ohnehin sehr gut. Hinten hält er mit Felix Danner im Mittelblock den Laden zusammen, zudem trat er zuletzt öfter als Torschütze in Erscheinung. Da gibt’s auch Lob vom Trainer: „Philipp hat in der Vorbereitung gut trainiert. Er steht voll im Saft“, sagt Michael Roth.

Wir übertragen die Partie live bei Radio HNA.

Wobei Müller keineswegs traurig ist, wenn er sich vorn mit Momir Rnic abwechseln kann. Zwischendurch ein Päuschen tue schließlich ganz gut, sagt der Rückraum-Linke und ergänzt: „Dann werfe ich zwar weniger Tore. Aber das ist egal.“ Wichtig sei vor allem mit Blick auf das heutige Spiel, dass sie in der Abwehr gut stünden, sagt Müller. Und da funktioniere die Abstimmung immer besser.

Sein Trainer sieht das ähnlich. Die Mannschaft habe sich gesteigert, befindet Roth. Nach dem schlechten Start gegen Kiel nach der WM-Pause hätten sie mehrere Fehler abgestellt. Videoanalysen, kurze Einheiten – viel Zeit steht dem Trainer allerdings nicht zur Verfügung. „Das Schwierigste ist momentan, im Kopf von EHF-Pokal auf Liga umzuschalten“, sagt Roth in Bezug auf die Doppelbelastung. Ausreden in Sachen Kräfteverschleiß will der Handball-Lehrer aber nicht gelten lassen.

Der heutigen Partie gegen den Tabellenzehnten blickt der MT-Trainer ebenfalls positiv entgegen. Zumal er alle an Bord hat – nur Rechtsaußen Christian Hildebrand hatte mit einem grippalen Infekt zu kämpfen. Roth sagt: „Wir wollen den Auswärtssieg gegen Wetzlar heute vergolden.“

Dass da allerdings ein unberechenbarer Gegner zu Gast ist, weiß auch Philipp Müller: „Die Hamburger sind in dieser Saison schon eine kleine Wundertüte.“ Gegen die MT fällt bei den Hanseaten Abwehrchef Davor Dominikovic aus, was eine personelle Ungewissheit nach sich zieht.

Insgesamt hat der Deutsche Meister von 2011 eine Reihe Topleute dabei. „Hens zeigt aufsteigende Form. Bitter im Tor wird ein wichtiger Faktor sein, und wir müssen Weltmeister Mahé in den Griff bekommen“, fordert Müller. Um den sechsten Tabellenplatz zu festigen, seien zwei Punkte Pflicht. Müller selbst wird seinen Teil dazu beitragen – hinten wie vorn.

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