Erste Runde des DHB-Pokals

Roth gegen Roth: MT Melsungen am Wochenende im Pokal

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Zwillingsbrüder, aber im Sport Gegner: Uli Roth (links) und Michael Roth.

Kassel. In der ersten Runde des DHB-Pokals kommt es für die MT Melsungen zu einem interessanten Duell. Die Mannschaft von Michael Roth trifft auf Leutershausen - dort ist dessen Zwillingsbruder Uli Sportlicher Leiter.

Eine Woche vor dem Saisonstart am 4. September in der Bundesliga gegen den HSC Coburg sind die Handballer der MT Melsungen im DHB-Pokal gefordert. Wie bei der Premiere vor einem Jahr wird die erste Runde wieder mit Vierer-Turnieren ausgespielt. Die MT gastiert in Neuhausen. Alles Wichtige zum ersten Pflichtspiel-Wochenende der Melsunger.

Das Roth-Duell 

In freundschaftlichen Vergleichen sind sie das eine oder andere Mal aufeinandergetroffen. Aber wenn die MT am Samstag ab 15 Uhr im Halbfinale gegen die SG Leutershausen ran muss, gibt es das erste Pflichtspiel, bei dem die Roth-Brüder auf unterschiedlichen Seiten stehen. Michael ist Trainer bei der MT, Bruder Uli Sportlicher Leiter in Leutershausen. Wobei es nur zu einem Zwillingsduell aus der Ferne kommt. Der Sportchef der Roten Teufel kann nicht dabei sein. Im Hauptberuf ist er Manager der Band Pur, und diese tritt am Wochenende bei Open-Air-Veranstaltungen in Hannover, Hemer und Berlin auf.

„Ich werde aber fünfminütlich informiert, und Liveticker gibt es ja auch noch“, erklärt Uli Roth. „Emotionaler“, sagt Bruder Michael, „wäre es, wenn das Turnier in Leutershausen stattfinden würde.“ Dort begann die Karriere der Zwillinge. „Bei der Auslosung im Juni haben wir trotzdem geschmunzelt.“

Das Kräftemessen 

Johannes Golla

Uli Roth macht sich wenig Hoffnung auf eine Überraschung: „Wenn man es realistisch sieht, sind wir chancenlos.“ Leutershausen ist gerade in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Das Team hat viele junge Akteure. Valentin Spohn und Stefan Salger feierten vor einigen Tagen noch zusammen unter anderem mit Melsungens Johannes Golla den Gewinn der Silbermedaille bei der U 20-EM. Auch Sascha Pfattheicher und Philipp Bauer sind Mitglieder der deutschen Junioren-Auswahl. Über Bundesliga-Erfahrung verfügen lediglich Niklas Ruß (Rhein-Neckar Löwen), Hannes Volk (Großwallstadt) und Alexander Hübe (Magdeburg und Hannover). „Wir dürfen nicht überheblich sein“, betont Michael Roth. Bis auf die Langzeitverletzten Johan Sjöstrand und Marino Maric sowie Neuzugang Gabor Langhans, der wegen der Patellasehnenprobleme geschont wird, hat er alle Mann dabei.

Das mögliche Finale 

Sollten die Nordhessen gegen die Bergsträßer wie erwartet die Oberhand behalten, treffen sie am Sonntag auf den Sieger der Begegnung TV Neuhausen gegen HSG Rodgau Nieder-Roden. Wobei der gastgebende Zweitligist in seinem Vorschlussrundenduell klarer Favorit ist gegen den hessischen Vertreter aus der 3. Liga Ost.

Die Neuhäuser rechnen mit etwa 800 Zuschauern am Finaltag. Zu den bekanntesten Akteuren im TVN-Kader zählen Torwart Daniel Rebmann und Jona Schoch, beide mit einem Erstspielrecht beim Bundesligisten Göppingen. Im rechten Rückraum agiert der ehemalige Baunataler Andreas Bornemann. Wegen der Ausfälle von Tim Keupp und Karl Toom nahm Neuhausen nun erneut Marko Sokicic unter Vertrag, der schon in der vergangenen Rückrunde bei den Metzingern Tore erzielte.

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