Roth: „Schlimmer hätte es nicht kommen können.“

"Horror-Los": MT spielt im Viertelfinale des DHB-Pokals in Flensburg

Nicht bester Laune: Melsungens Trainer Michael Roth. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Der Traum vom Final-Four in Hamburg scheint für die MT Melsungen in weite Ferne gerückt. Denn der heimische Handball-Bundesligist bekommt es im Viertelfinale des DHB-Pokals am 14. Dezember mit dem aktuellen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt zu tun. Zudem müssen die Nordhessen auswärts in Schleswig-Holstein antreten. Das ergab die Auslosung am Mittwochabend, die von der deutschen Sprinterin Lisa Mayer vorgenommen wurde.

Logisch, dass Michael Roth nicht die beste Laune hatte. „Das ist ein Horror-Los“, kommentierte der MT-Trainer die schwierige Aufgabe: „Schlimmer hätte es nicht kommen können.“ Zum einen befände sich Flensburg in einer bestechenden Form, was die Tabelle mehr als verdeutlicht. Zum anderen hätten die Melsunger die weite Fahrt zu bewältigen. „In der Flensburger Halle zu bestehen – da muss wirklich alles zusammen passen“, sagt Roth. Immerhin: Einmal gelang der MT bislang das Kunststück, in der sogenannten Hölle Nord zu gewinnen, und zwar beim 33:32 im Bundesligaspiel am 12. September vergangenen Jahres.

Der Melsunger Trainer stellt den Pokal-Wettbewerb nun erst mal hinten an: „Wir nehmen, wie’s ist. Aktuell haben wir andere Prioritäten. Mit dem Spiel befassen wir uns dann im Dezember“, sagt Roth.

Auch der MT-Geschäftsführer kann dem Los nicht viel abgewinnen. „Das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, erklärte Axel Geerken, „von Losglück kann man da nicht sprechen.“ Der Manager war bei der Auslosung, die direkt vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal in der Rittal-Arena in Wetzlar stattfand, live dabei.

Es ist nicht das erste Mal, dass Melsungen im Pokal gegen das Topteam von der Förde ran muss. Im Oktober 2014, kurz nach dem Europacup-Rückspiel in Toulouse, kassierten die Nordhessen eine der heftigsten Niederlagen der vergangenen Spielzeiten: Unter dem Strich stand eine 22:38-Packung.

Sollte den Melsungern die Überraschung gelingen, würden sie zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte ins Final Four einziehen – nach 1996, 2013 und 2014. Bis auf die Saison 2014/15 schaffte es die MT in diesem nationalen Wettbewerb immer bis unter die besten Acht.

• Das Viertelfinale: Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar Löwen, Friesenheim - Kiel, Flensburg-Handewitt - Melsungen, Leipzig - Hannover-Burgdorf.

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