Vier Liga-Siege: MT schaffte im Oktober die Wende

Blickt auf einen guten Monat zurück: MT-Trainer Michael Roth. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Den Bundesliga-Handballern der MT Melsungen gelingen im Oktober vier Liga-Siege. Damit kletterten die Nordhessen auf den sechsten Tabellenplatz. Ein Zwischenfazit:

Wie war er denn nun, dieser Oktober? Für Philipp Müller, Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, gibt es darauf nur eine Antwort: „Es war sportlich ein guter Monat für uns.“ Nur in Leipzig gingen die Nordhessen als Verlierer aus der Halle. Mit anderen Worten: Nach dem verpatzten Saisonstart hat die MT im Oktober die Wende eingeleitet.

Denn der einzigen Niederlage stehen fünf Pflichtspielsiege gegenüber. Zuletzt gewann die Mannschaft von Trainer Michael Roth zweimal gegen GWD Minden - erst im Pokal, dann in der Liga. Zeit für ein Zwischenfazit:

Die Qualität

„Wir haben den Bock umgestoßen“, stellte Roth nach dem 30:24-Heimsieg am Samstag über die Ostwestfalen fest. Zumal dieser Erfolg eine wichtige Erkenntnis bestätigt: In der Schlussphase kann Melsungen zulegen. „Wir haben die Qualität, das Tempo bis zum Schluss hochzuhalten.“ Wie schon beim ersten Auswärtssieg der Saison in Lemgo gehörten auch in der Heimbegegnung gegen Minden die letzten Minuten der Mannschaft von der Fulda.

Das Selbstverständnis

Mit den Erfolgen verschwanden die Zweifel, dafür wuchs die Sicherheit, „und dann war das Selbstverständnis wieder da“, sagt Linksaußen Michael Allendorf. Soll heißen: Aktionen gingen leichter von der Hand, Abläufe funktionierten automatisch, „wir haben ja das Handballspielen nicht verlernt“, ergänzt der 30-Jährige.

Allendorf gehörte zu jenen Melsungern, die wegen Verletzungen erst später in die Saison eingegriffen haben. So langsam seien sie wieder alle bei 100 Prozent, sagt der Linksaußen. Bei ihm selbst zeigte die Formkurve im Laufe des Oktobers ebenfalls nach oben. Am Samstag steuerte er zum Sieg gegen Minden zehn Treffer bei.

Die Perspektive 

Melsungen ist in der Tabelle innerhalb von fünf Wochen von Rang 15 bis auf den sechsten Platz geklettert. Der Abstand zum Fünften Leipzig beträgt drei Punkte. „Es ist ein sauschwerer Weg. Wir ziehen im Dezember Bilanz“, betont Philipp Müller. Wegen der Länderspielpause hat die MT ihren nächsten Auftritt erst am Samstag, 12. November, in Balingen. Dann folgen die Heimspiele gegen die HSG Wetzlar (16.11.) und den THW Kiel (30.11.) sowie die Europapokalaufgaben gegen HC Zamet, wobei die Melsunger im Rückspiel am Samstag, 26. November, ab 19.30 Uhr Heimrecht genießen. Für das Duell mit Kiel und das Kräftemessen am 27. Dezember gegen die SG Flensburg-Handewitt sind schon alle Karten verkauft.

Die Begeisterung

„Es macht unglaublich Spaß, in dieser Halle zu spielen“, erklärte Philipp Müller und zeigte sich angetan von der lautstarken Unterstützung durch die eigenen Fans. Seitdem die Melsunger 2007 in die Rothenbach-Halle umzogen sind, kamen zu den Vergleichen mit Minden im Schnitt 2355 Besucher. Überhaupt waren es nur 2008 mal mehr als 3000 Fans. Jetzt passierten 3846 Zuschauer die Eingangstüren.

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