MT Melsungen zieht erfreuliche Bilanz nach Europapokal-Reise nach Kroatien

Mit dem Europapokal-Auftritt zufrieden: Melsungens Trainer Michael Roth. Archivfoto: Fischer 

Kassel/Rijeka. Mit dem 34:23-Erfolg bei RK Zamet schufen sich die Handballer der MT Melsungen nicht nur eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel. Es war zugleich der höchste Auswärtssieg, der in der dritten Qualifikationsrunde des EHF-Cups errungen wurde – zumindest bislang. Bundesliga-Rivale Füchse Berlin greift erst am morgigen Mittwoch in Slowenien bei Gorenje Velenje ins Geschehen ein.

Aus Melsunger Sicht war die Reise an die Adriaküste nicht nur wegen des Spielausgangs in Rijeka ein großer Erfolg:

Die Stimmung: An den Niederlagen zuvor in der Bundesliga in Balingen und in eigener Halle gegen Wetzlar hatten die Nordhessen zu knabbern. „Die Stimmung hat sich verbessert“, stellte Trainer Michael Roth fest. Er und Manager Axel Geerken hatten während des Aufenthalts am Mittelmeer Zeit, um intensive Gespräche mit einzelnen Spielern zu führen. „Die Reise ist gut gelaufen“, bilanzierte der Geschäftsführer.

Der Teamgeist: „Ein Bierchen haben wir uns heute verdient“, erklärte Torwart Johan Sjöstrand nach Spielende. Eine kleine Party für den MT-Tross gab es nach der Rückkehr ins Hotel nicht. Zum einen muss erst noch das Rückspiel ausgetragen werden. Zum anderen war es schon nach 22 Uhr, als die Spieler in Opatija ihr Abendessen bekamen. In kleineren Gruppen zogen zumindest einige Melsunger Profis in Richtung Zentrum los – zu vorgegebener Zeit mussten sie wieder in ihren Zimmern sein.

Das Nervenkostüm: Es sollte eine gute Abwechslung zum Alltag sein – und die Erwartungen an den Trip im Europapokal wurden erfüllt. „Wir wollten die Köpfe freibekommen. Das hat auf jeden Fall geklappt“, betonte Arjan Haenen. Der niederländische Rechtsaußen hatte zuvor schon mit seinen Ex-Klubs TBV Lemgo sowie seinem Heimatverein Panningen die europäische Bühne betreten, über den Sieg gegen Zamet freute er sich dennoch.

Die Anderen: Überhaupt nur zwei Klubs gelang in diesem Wettbewerb am Wochenende ein ähnlich deutliches Ergebnis: Tatabanya aus Ungarn kanzelte in eigener Halle den israelischen Vertreter Maccabi Srugo Rishin Lezion beim 35:23 ab, der finnische Klub Cocks schlug unterdessen vor heimischer Kulisse Gornik Zabrze aus Polen mit 30:19. Damit stehen drei Mannschaften schon schon mit einem Bein in der Gruppenphase, die am 11. Februar starten wird.

Das Rückspiel: Bevor am Donnerstag, 1. Dezember, bei der Europäischen Handball Föderation (EHF) wieder ausgelost wird, sind am kommenden Wochenende die Rückspiele. Zamet reist am Freitag im Bus an, bezieht Quartier in Kassel und absolviert am Abend das Abschlusstraining. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist am Samstag um 19.30 Uhr. Trotz der klaren Vorzeichen rechnet Manager Geerken mit einem guten Besuch: „EHF-Pokal ist etwas Herausragendes, und internationale Ereignisse sind in dieser Region recht rar gesät.“

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