Danner zum besten Spieler gekürt

MT Melsungen streicht viel Preisgeld ein: Turniersieg gegen Magdeburg

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Gut in Abwehr und Angriff: Melsungens Felix Danner (mit Ball, Szene aus einem anderen Vorbereitungsspiel) wurde als bester Turnierspieler ausgezeichnet.

Ilsenburg/Kassel. Im dritten Anlauf hat es geklappt: Beim Harz-Energie-Cup in Ilsenburg sicherten sich die Handballer der MT Melsungen den ersten Turniersieg in dieser Vorbereitung.

Nachdem sie in Linden und Schneverdingen jeweils den zweiten Rang hinter der HSG Wetzlar belegt hatten, schlugen sie nun beim Klaus-Miesner-Gedenkturnier im Endspiel den Bundesliga-Konkurrenten SC Magdeburg verdient 29:24 (13:14). 

„Wir haben uns gefunden. Es war ein gelungenes Wochenende“, bilanzierte Trainer Michael Roth zufrieden. Es war nach 2009 der zweite Melsunger Erfolg bei dieser traditionsreichen Veranstaltung, die zum 27. Mal stattfand. Für den Sieg gab es ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro. „Wir haben uns in allen Bereichen weiterentwickelt“, befand Kapitän Michael Müller. Nächstes Wochenende müssen er und seine Kollegen im Pokal gegen Leutershausen ran.

Das Endspiel

Im ersten Abschnitt war es ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst hatte Magdeburg leichte Vorteile. In der 19. Minute brachte Arjan Haenen das MT-Team erstmals in Führung. Nach dem Wechsel setzten sich die Mannen aus der Fuldastadt Schritt für Schritt ab. Das 18:16 besorgte Felix Danner nach klugem Zuspiel von Michael Müller. Wenig später hieß es 23:17, wobei sich Youngster Johannes Golla wiederholt gut in Szene setzte und Schlussmann Svetislav Verkic einige Paraden zeigte. Die Vorentscheidung gelang dem niederländischen Neuzugang Haenen (58.), der zur Freude von mehr als einem Dutzend Melsunger Fans zum 28:22 traf.

Die kurioseste Szene

Seitdem es im Handball erlaubt ist, den Torwart durch einen siebten Feldspieler ohne Leibchen zu ersetzen, bekommt der Schlussmann auf der Gegenseite immer öfter die Chance, sich mit einem Wurf übers ganze Feld in die Torschützenliste einzutragen. MT-Schlussmann René Villadsen traf im Endspiel auf diese Weise zum 4:5. Fast wäre ihm noch ein weiterer Treffer gelungen. Nach einer Fußabwehr des Dänen in der 29. Minute flog das Leder in Richtung des verwaisten gegnerischen Kastens, landete aber letztlich im Toraus.

Die besondere Ehrung

Zum besten Spieler des Turniers im Harz wurde Melsungens Kreisläufer und Abwehrchef Felix Danner gekürt. Eine Auszeichnung, die durchaus Sinn machte. In der Deckung leistete er zusammen mit Philipp Müller ganze Arbeit. „Felix hat seine Aufgabe in Abwehr und Angriff gut gemacht“, lobte Roth. Danner bekam einen 500-Euro-Scheck. Wie viel Geld davon in die Mannschaftskasse fließt? „Mal sehen, was sich Felix da einfallen lässt“, sagte Michael Müller schmunzelnd. Dario Quenstedt, bester Tormann der Veranstaltung, kündigte an, die eine Hälfte seines Geldes dem Team zur Verfügung zu stellen. Den Rest wolle er für einen Ausflug mit seiner Familie nutzen. Könnte auch was für den MT-Mann sein.

Der Finaleinzug

Am Samstag hatten die Nordhessen durch einen 32:30-Erfolg gegen den VfL Gummersbach den Finaleinzug perfekt gemacht. „Anfangs wirkte bei uns alles etwas schwerfällig. Nach der Pause haben wir aber gut nach vorn gespielt“, lobte Manager Axel Geerken. Bester Feldschütze war? Na klar: Felix Danner (sieben Tore).

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