Vor dem Mittwoch-Gastspiel in Flensburg

Die Entschlossenheit ist zurück: Trendwende bei der MT Melsungen

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Drei, die für neue Entschlossenheit bei der MT stehen: Timm Schneider, Marino Maric und Felix Danner (von links).

Kassel. Die Trendwende scheint geschafft. Gerade rechtzeitig vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt an diesem Mittwoch (19 Uhr, Sport1 live).

„Wir sind noch nicht wieder bei 100 Prozent. Aber wir können heilfroh sein, dass es zumindest wieder aufwärts geht“, sagte Rechtsaußen Johannes Sellin nach dem 32:28 seiner MT Melsungen gegen den VfL Gummersbach. Er war einer der Trümpfe, die beim Handball-Bundesligisten stachen, „weil der Funke im Team von einem zum anderen übersprang“. Aber es gibt weitere Köpfe, die bei der MT Hoffnung auf Besserung wecken.

Timm Schneider

Es war keine einfache Situation für die MT – mit 0:6 Punkten. Umso wichtiger, dass sich Schneider vom Anwurf weg als abgezockter Spielgestalter präsentierte. „Das ganze Team hat eine gute Leistung gezeigt“, erklärte der 28-Jährige bescheiden, „alle sind mit einem guten Gefühl aus dieser Partie gegangen – das zählt.“ Drei Tage zuvor gegen Meister Rhein-Neckar Löwen hatte Patrik Fahlgren als Regisseur geglänzt, nun gelang dies Schneider. Was Roth gefallen haben dürfte, der sich in dieser Saison mehr Impulse durch seine unterschiedlichen Spielertypen erhofft.

Marino Maric

Der Körper? „Fix und fertig.“ Der Geist? „Völlig durcheinander, das war nervlich zu viel heute auf einmal.“ Vier Monate lang hatte Marino Maric nach seinem Mittelfußbruch auf sein Comeback gewartet – „und gelitten“, wie der Kreisläufer eingesteht. Drei-, viermal nur hatte er mit dem Team trainiert, saß gegen Gummersbach zunächst neben Arjan Haenen auf der Tribüne. „Das war die Hölle.“ Dann aber, nach der Halbzeit ging’s ruck, zuck: Maric, nicht Haenen wurde im Spielformular nachgetragen, durfte nach 33 Minuten erstmals in der Abwehr ran. In der 40. stand er auch am Kreis seinen Mann, nach 42 wuchtete er endlich den Ball wieder aufs Tor. Erster Wurf, erster Treffer – „in diesem Augenblick war alles vergessen. Die letzten vier Monate, die letzten zehn Jahre.“

Mit seiner furiosen Rückkehr hat Maric auch die Kameraden beseelt. Die Entschlossenheit, der Wille – „MM“ steht für die Tugenden der MT. „Jetzt werde ich noch mehr trainieren, damit ich im Oktober wieder voll da bin“, verspricht der Beißer.

Svetislav Verkic

Svetislav Verkic

In der 54. Minute beorderte Roths Assistent Mile Malesevic den Serben zurück ins Tor. „Zeig, dass du da bist, sei aggressiv“, gab Malesevic seinem erfahrenen Schützling mit auf den Weg, „versuch es ruhig mal mit dem Hampelmann“. Das tat der 35-Jährige auch. Verkic parierte dadurch drei Bälle, insgesamt kam er in der Schlussphase auf sechs Paraden. „Ich freue mich über meine Leistung. In den Spielen zuvor hatte ich mich selbst zu sehr unter Druck gesetzt, ich wollte unbedingt eine gute Leistung zeigen“, erklärt der Tormann, „nun wird es von Spiel zu Spiel besser.“

Felix Danner

Die ersten Auftritte in diesem Spieljahr verliefen aus MT-Sicht enttäuschend – und ganz speziell auch für Felix Danner. Der 31 Jahre alte Kreisläufer litt bis in die Serie hinein unter den Folgen einer Rückenverletzung, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte. Gegen Gummersbach war er vor allem wieder der erhoffte Stabilisator in der Abwehr. Danner merkte nach der Schlusssirene zu Recht an: „Das war ein Schritt in die richtige Richtung.“ Für ihn und die gesamte Melsunger Mannschaft.

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