Trainer Roth strebt gegen Leipzig erfolgreichen Jahresabschluss an

MT trifft auf besten Aufsteiger

+
Voll engagiert: Melsungens Trainer Michael Roth warnt vor den Gästen aus Leipzig.

Melsungen. Es gibt Erfolge, die offenbaren im Laufe der Saison einen weit höheren Wert als die zwei Punkte, die der Sieger unmittelbar danach gutgeschrieben bekommt.

Das 32:21 der MT Melsungen beim SC DHfK Leipzig war so einer. Was am zweiten Spieltag wie eine souverän erledigte Pflichtaufgabe eines gestandenen Handball-Bundesligisten beim frischgebackenen Aufsteiger anmutete, wurde danach aufgewertet. Durch den Verlierer, der sich in den weiteren Heimspielen erstmal keine Blöße mehr gab und dabei u.a. den SC Magdeburg geschlagen nach Hause schickte. Und der nach der Hinrunde und insgesamt sechs Siegen vor eigenem Publikum zum Besten der drei Neulinge avancierte.

Eine blitzschnelle Akklimatisierung im Oberhaus, die natürlich auch Michael Roth registriert hat. „Die haben wenig Respekt, spielen einfach drauflos und sind unheimlich kampfstark“, warnt der MT-Trainer davor, die Leipziger vor dem Rückspiel (So. 15 Uhr, Rothenbachhalle) am Hinspiel zu messen.

Was indes nichts daran ändert, „dass für uns nur ein Sieg zählt.“ Auch um einen erfolgreichen Jahresabschluss feiern zu können, der der insgesamt höchst erfolgreichen Hinrunde gerecht wird.

Dieser ist Leipzig bereits gewiss, so dass die Gäste frei aufspielen können. Dabei aber, so Trainer Christian Prokop, ihre Lehren aus der „bittersten Hinrunden-Niederlage“ ziehen wollen: „Wir müssen diesmal einfach taktisch cleverer und flexibler auftreten.“ Angesichts des rasanten Entwicklungsprozesses seiner Mannschaft und der weitgehend gelungenen Integration der Neuzugänge durchaus realistisch, dass das gelingt.

Ein besonderes Augenmerk sollte Melsungen dabei auf die umformierte Leipziger Rückraumachse legen: Christoph Steinert (von GWD Minden) hielt bisher, was er versprach, und der Ex-Eisenacher Alvis Jurdzs ist im Kommen. Nur Sergey Zhedik, Torschützenkönig in Russland, hat noch seine Anlaufprobleme.

Im Tor macht der für drei Spiele verpflichtete Mathias Lenz seine letzte Partie. Der Ex-Großwallstädter soll Felix Storbeck entlasten. Die etatmäßige Nummer eins, Milos Putera (Schulteroperation), kehrt nach der EM-Pause ins Team zurück. Wie beim Gastgeber Nenad Vuckovic.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.