Handball Bundesliga

Wirbel um das neue Logo der MT Melsungen

Kassel. Im neuen Emblem des heimischen Handball-Bundesligisten MT taucht der Name Melsungen nicht mehr auf. Das sorgt für einigen Wirbel.

Nanu, fehlt da nicht etwas im Logo der MT Melsungen? Genau: In dem Emblem, das die Bundesliga-Handballer auf der Brust tragen, taucht der Name Melsungen nicht mehr auf. Neben der Figur eines Handballers steht der Schriftzug MT. Bis vor Kurzem prangte darunter der Name der Fuldastadt aus dem Schwalm-Eder-Kreis - nun nicht mehr, und das sorgte in den sozialen Netzwerken im Internet für einigen Wirbel.

In der Vorsaison setzte der Bundesligist bereits das schlichtere Logo ein. „Wir verfolgen eine sanfte Veränderung“, sagt MT-Geschäftsführer Axel Geerken und ergänzt: „Wir tauschen es sozusagen punktuell aus - wie jetzt auf den Trikots. Überall wird das neue Logo aber nicht auftauchen.“ Dennoch befürchten Kritiker, dass dahinter der Versuch steckt, einen weiteren Schritt Richtung Kassel und von Melsungen weg zu unternehmen.

Über die Vorwürfe muss der Geschäftsführer schmunzeln. Die Marke MT habe sich etabliert und werde erkannt. Da sei es nicht entscheidend, ob der Name Melsungen im Logo erscheint, erklärt Geerken: „Hauptquartier ist und bleibt Melsungen, auch wenn wir unsere Heimspiele in Kassel austragen.“ Er weist daraufhin, dass im alten Logo eine Namensdoppelung vorlag - MT steht für Melsunger Turngemeinde. Bei der Änderung ginge es um optische Aspekte und um eine einfachere Kommunikation. „Wir werden auch in Zukunft das Logo weiterentwickeln.“ So könne es spezielle Embleme geben wie „MT Jugend“. Geerken stellt klar: „Wir sind ein Verein für die Region. Dazu gehört Melsungen genau wie Kassel.“

Den Melsunger Fanclub MT-Trommler lässt das neue Logo ziemlich kalt. „Das ist bei uns kein Thema. Wir fühlen uns jedenfalls nicht vor den Kopf gestoßen“, sagt Markus Martin, der zweite Vorsitzende. Vor einigen Jahren keimten Gerüchte auf, der Verein wolle sich komplett umbenennen - „das kocht bei manchen jetzt sicher wieder hoch“, vermutet Martin. Er selbst sagt: „Ich finde es gut, wenn das Einzugsgebiet der MT so groß wie möglich ist.“

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