Heute ab 19 Uhr

Zurück auf großer Bühne: Melsunger zum Hinspiel beim kroatischen Vertreter RK Zamet

+
Guter Dinge: Melsungens Trainer Michael Roth (links) und die Spieler (von links) Philipp Müller, Johannes Sellin, Nenad Vuckovic, Michael Müller sowie Marino Maric stellen sich auf das Hotel-Terrasse in Opatija zum Erinnerungsbild auf.

Rijeka. Durch den vierten Tabellenplatz in der Saison 2015/16 hatten sie sich zum zweiten Mal in der Klubgeschichte einen Startplatz im Europapokal gesichert.

Heute kehren die Melsunger Bundesliga-Handballer auf die große Bühne zurück und treffen im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde des EHF-Cups ab 19 Uhr im kroatischen Rijeka auf Gastgeber RK Zamet. Der zweite Vergleich der Klubs findet am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr in Kassel statt. Wer in der Addition der beiden Resultate besser abschneidet, ist qualifiziert für die Gruppenphase, die im Februar beginnt. Bei Torgleichheit kommt das Team weiter, das auswärts mehr Treffer erzielt hat.

Schlappe in Balingen, Heimpleite gegen Wetzlar - die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen können den Fehlstart in den Monat November nicht mit einem Sieg zum Ende dieser englischen Woche vergessen machen. Aber ein Erfolgserlebnis heute in Rijeka gegen RK Zamet wäre nicht nur mit Blick auf das Rückspiel in Kassel wichtig.

„Jetzt“, sagt Michael Roth, „holen wir das ab, was wir uns in der letzten Saison hart erarbeitet haben.“ So hat das Gastspiel aus Sicht des MT-Trainers auch psychologisch durchaus viel Bedeutung: „Das ist eine gute Abwechslung zur Punktrunde.“ Allerdings birgt die Aufgabe an der kroatischen Adria eine gewisse Gefahr. „Das ist wie ein Pokalspiel gegen einen Zweitligisten“, stellt MT-Stratege Philipp Müller klar, „du weißt auch hier nicht so recht, was dich erwartet.“ Ein einziges Video vom Gegner bekamen Roth und Assistent Mile Malesevic zur Verfügung gestellt.

Das Studium ergab: Gefahr droht der MT vor allem aus dem Tempogegenstoß sowie Zamets Rückraum. David Milicevic, Filip Glavas und Paulo Grozdek sind international nicht einmal Handball-Fachleuten bisher sonderlich aufgefallen. Doch auch einem Bundesligisten können sie einige Sorgen bereiten. „Wenn die Kroaten merken, dass gegen eine vermeintlich stärkere Mannschaft etwas geht, dann sind die unberechenbar“, warnt der Melsunger Coach seine Schützlinge. Anfällig ist der Gastgeber in der Abwehr: Seine 6:0-Deckung zeichnet sich in dieser Saison nicht durch Kompaktheit aus.

Anders als im Ligaalltag, bei dem nur 14 Akteure auf dem Spielberichtsbogen auftauchen dürfen, kann die MT im EHF-Cup 16 Spieler nominieren. Da Jeffrey Boomhouwer und Gabor Langhans verletzungsbedingt fehlen, braucht kein Mann in von der Tribüne aus zuzuschauen. Torwart Johan Sjöstrand, gegen Wetzlar noch wegen gesundheitlicher Probleme arg gehandicapt, absolvierte am Freitagabend das Melsunger Abschlusstraining in der Sporthalle Zamet und soll heute seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt geben.

Umso mehr, als die Tordifferenz in der Endabrechnung eine große Rolle spielen könnte. „Wir dürfen keine Tore verschenken“, mahnt Roth. Philipp Müller gibt sich zuversichtlich: „Die beiden jüngsten Niederlagen haben wir verdaut. Wir werden mit einem ganz anderen Elan zuwerke gehen.“

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.