Nationalelf: Langeweile mit Spaß

Die deutsche Fußball-Nationalelf ist auf dem besten Weg zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Aktuell zeigt sie, dass sie sich auf sehr hohem Niveau weiterentwickelt. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Es sind gerade einmal zwei Spieltage in dieser WM-Qualifikation absolviert, aber schon jetzt lässt sich sagen: Wenn Bundestrainer Joachim Löw nicht noch eine Überdosis an Leichtsinn zu sich nimmt und – sagen wir mal – in Zukunft nur Spieler des Hamburger SV und Werder Bremen aufstellt, wird sich diese deutsche Nationalelf das Ticket für das Turnier 2018 in Russland schon bald gesichert haben.

Das hat mit der sehr überschaubaren Leistungsfähigkeit der Gruppengegner zu tun, die darauf hindeutet, dass dieses Deutschland mal wieder das berühmte Losglück hatte. Kleiner Exkurs: Das im Weltfußball bisher eher unauffällige Aserbaidschan ist derzeit Gruppenzweiter. Trotzdem: Dieser vorhersehbare Alleingang in der Gruppe liegt vor allem in der unfassbaren Qualität der eigenen Mannschaft begründet, die fast schon beleidigt sein darf, wenn sie mit einem gewissen Losglück in Verbindung gebracht wird.

Gerade die Partie gegen Tschechien hat gezeigt, dass sich diese Elf unter Joachim Löw auch auf sehr hohem Niveau weiterentwickeln und dass sie aus Unzulänglichkeiten der ruckelhaften EM-Qualifikation lernen kann. Das deutsche Team ist mittlerweile ein Tiki-Taka-Monster, das sich nicht zu schade ist, auch mal den langen Monster-Pass aus der Abwehr in das Angebot zu integrieren. Heraus kommt dabei ein enorm variables und modernes Spiel einer extrem eingespielten Truppe. Das sorgt schließlich für Überlegenheit – und letztlich Langeweile, die richtig Spaß macht.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.