Transfer nach Rom: Rüdiger beschert VfB Ablöse in Raten

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Antonio Rüdiger geht auf Leihbasis vom VfB Stuttgart zum AS Rom. Foto: Federico Gambarini

Der Abschied von Antonio Rüdiger ist besiegelt. Der Nationalspieler verlässt den VfB Stuttgart und unterschreibt beim AS Rom. Damit bekommt Miroslav Klose in der Ewigen Stadt neue Gesellschaft. Die Schwaben dürfen sich über eine üppige Ablöse freuen.

Rom (dpa) - Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger wird wie Miroslav Klose ein Römer. Der 22-Jährige verlässt den VfB Stuttgart nach Wochen voller Spekulationen und spielt künftig für den AS Rom. Nach einem Jahr als Leihspieler haben die Italiener eine festgeschriebene Kaufoption.

Der Wechsel des Abwehrspielers zum Lokalrivalen von Kloses Verein Lazio Rom beschert dem schwäbischen Bundesligisten eine Ablöse in Höhe von insgesamt 13 Millionen Euro.

Zur Vertragslaufzeit machten beide Vereine keine Angaben. Laut Medienberichten einigte sich Rüdiger mit dem AS Rom auf eine Zusammenarbeit bis 2020. Wie der börsennotierte AS Rom mitteilte, bekommt der VfB zunächst vier Millionen Euro Leihgebühr und für den Kauf in einem Jahr dann weitere neun Millionen Euro.

Am Dienstag absolvierte Rüdiger den Medizincheck, perfekt war der Transfer dann am Mittwoch. "Ich habe dem VfB viel zu verdanken. Hier wurde ich vom Jugendspieler zum Bundesligaprofi und anschließend zum Nationalspieler", erklärte der sechsmalige Nationalspieler.

Bereits am 17. August war Rüdiger nach Rom gereist und ließ sich am Flughafen Fiumicino breit grinsend mit einem Fan-Schal und einer Kappe seines neuen Arbeitgebers ablichten. In Rom trifft der gebürtige Berliner auf den früheren Wolfsburger Edin Dzeko sowie die Stars Francesco Totti und Daniele de Rossi.

Am Mittwochabend sagte er: "In der Champions League zu spielen, ist ein Ziel für jeden Spieler. Ich kann es nicht erwarten, dort aufzulaufen." In Rom bekommt der 22-Jährige die Trikotnummer zwei.

Die Schwaben hatten bislang 18 Millionen Euro für Rüdiger gefordert. "Wir haben in konstruktiven Gesprächen mit den Verantwortlichen des AS Rom eine Lösung gefunden, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird", erklärte Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt.

Unabhängig von Rüdigers Abschied sucht der VfB noch einen Innenverteidiger - zu Kandidaten wie Weltmeister Matthias Ginter von Borussia Dortmund wollte Dutt zuletzt aber nichts sagen. In Adam Hlousek entwickelte sich in der Vorbereitung zudem unerwartet ein Außenverteidiger zu einer guten Besetzung im Abwehrzentrum.

Rüdiger will mit seinem Wechsel in die malerische Hauptstadt Italiens seine Chancen auf einen Kader-Platz für die EM 2016 in Frankreich erhöhen. Der Start der Seria A mit Roms Gastspiel bei Hellas Verona am Samstag kommt aber noch zu früh für den kräftigen Verteidiger. Rüdiger ist derzeit noch verletzt. "Ich will 100 Prozent in Form sein, um der Mannschaft zu helfen. Ich bin hierhergekommen, um Titel zu gewinnen, wie die Meisterschaft", sagte Rüdiger in einem ersten Interview. Mitte Juli musste er sich einem arthroskopischen Eingriff im Knie unterziehen und arbeitet aktuell an seinem Comeback.

In Italien setzt Rüdiger die Tradition deutscher Nationalspieler beim AS Rom fort. Vor ihm liefen schon Karl-Heinz Schnellinger, Thomas Berthold, Thomas Häßler und Rudi Völler im Stadio Olimpico auf.

Vor dem AS Rom war Rüdiger schon mit anderen namhaften Vereinen in Verbindung gebracht worden. So galten der FC Chelsea, Juventus Turin und insbesondere der VfL Wolfsburg als Kandidaten. Gegen Konkurrenten wie Konstantinos Manolas oder Leandro Castán dürfte sich Rüdiger aber bessere Stammplatz-Chancen ausgerechnet haben.

Rüdiger-Profil beim VfB

Rüdiger-Profil beim DFB

Vereinsmitteilung AS Rom (italienisch)

Vereinsmitteilung VfB Stuttgart

Rüdiger-Interview auf Vereinshomepage AS Rom (italienisch)

Rüdiger bei Facebook

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