Neuer Asphalt in Spielberg - Red Bull vor Heimspiel

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Max Verstappen rechnet auch in Spielberg mit Mercedes-Dominanz. Foto: Christian Bruna

Der Red-Bull-Ring in Spielberg hat einen neuen Belag. Doch dass sich beim Großen Preis von Österreich an der Rangfolge in der Formel 1 etwas ändert, wird nicht erwartet. Mit Spannung wird auf dem Auftritt von Red Bull beim Heimspiel geblickt.

Spielberg (dpa) - Selbst auf dem neuen Asphalt auf dem Red-Bull-Ring will sich Nico Rosberg nicht von seinem Titelkurs abbringen lassen und strebt den Sieg-Hattrick an.

"Es ist hier immer schwer, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Mit dem neuen Asphalt wird es noch schwerer", meinte der WM-Führende am Donnerstag vor dem Formel-1-Wochenende in Spielberg. "Wir haben aber als Team schon immer bewiesen, dass wir schnell lernen und die Dinge begreifen", gab sich der Mercedes-Pilot jedoch zuversichtlich, auch beim Großen Preis von Österreich die Herausforderer Ferrari und Red Bull hinter sich zu lassen.

Und selbst die Konkurrenz geht davon aus, dass sich am Sonntag an der derzeitigen Hierarchie unabhängig vom neuen Bodenbelag kaum etwas ändern wird. "Wir stehen weiter zwischen Mercedes und Red Bull", sagte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel.

Mit einer solchen Dominanz wie beim Rennen vor knapp zwei Wochen in Baku, als Rosberg dem zweitplatzierten Heppenheimer nie den Hauch einer Chance gab, rechnet er aber nicht: "Wir sollten hier näher dran sein." Für Red-Bull-Teenager Max Verstappen ist indes klar: "Hier in Österreich ist Mercedes nicht zu schlagen."

Mit großer Spannung wird der Auftritt seines Teams auf dem  Red-Bull-Ring erwartet. Nach dem Überraschungs-Triumph des Niederländers in Barcelona und einem nur durch einen Strategiefehler verpassten Erfolg seines Teamkollegens Daniel Ricciardo in Monaco hatten viele gerechnet, dass das Team von Brause-Unternehmer und Streckenbesitzer Dietrich Mateschitz zumindest Ferrari als Mercedes-Herausforderer Nummer eins ablösen könnte.

Doch die Ernüchterung bei den Rennen in Montréal und vor allem in Baku war groß. Plötzlich sah sich das australisch-niederländische Fahrerduo sogar den Attacken von Force India und Williams mit ihrer Mercedes-Motorpower ausgesetzt. "Wir können mehr als das. Wir haben in Spanien gewonnen, ich hätte um ein Haar in Monte Carlo gewonnen", sagte Ricciardo, der am Freitag 27 Jahre alt wird.

Trotz der schwierigen Situation sieht der Australier seine Zukunft langfristig bei Red Bull. Er verlängerte seinen Vertrag bis 2018 und beendete damit alle Spekulationen, möglicherweise die Nachfolge von Kimi Räikkönen bei Ferrari anzutreten. "Wenn ich auf 2017 blicke, dann bin ich am besten Ort, um Mercedes herauszufordern", versicherte er.

Derzeit ist für ihn die Spitze aber weit entfernt. Vor dem neunten von 21 Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) hat er als WM-Fünfter schon 63 Punkte Rückstand auf den Ersten Rosberg (141 Punkte). Zweiter ist der dreimalige Champion Hamilton (117) vor Vettel (96) und Räikkönen (78).

Liegt es am Rückstand oder den bisherigen Ergebnissen der Red-Bull-Renntruppe auf der idyllisch im Murtal gelegenen Strecke? Die Formel-1-Begeisterung in der Alpenrepublik scheint abgenommen zu haben. Kamen noch 2014 zum ersten Grand-Prix-Wochenende seit elf Jahren etwa 200 000 Zuschauer, waren es ein Jahr später nur noch rund 115 000 PS-Interessierte. In diesem Jahr sind die Erwartungen der Organisatoren noch bescheidener. Im besten Fall werden 70 000 Besucher erwartet - trotz des neuen Asphalts.

Homepage Red-Bull-Ring

Infos zur Strecke bei fia.com - englisch

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