Weltcup-Auftakt in Kuusamo

Kombination: Rydzek und Frenzel sorgen für deutschen Doppelsieg

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Johannes Rydzek darf sich über einen perfekten Start in den WM-Winter freuen.

Kuusamo - Den deutschen Kombinierern ist ein perfekter Start in den Weltcup geglückt. Im WM-Winter sicherte sich Johannes Rydzek vor seinem Team-Kollegen Eric Frenzel den Sieg.

Der Griff nach der deutschen Fahne misslang Johannes Rydzek kurz vor dem Ziel, doch es blieb das einzige Missgeschick an einem perfekten Tag: Der Weltmeister der nordischen Kombination hat mit deutlichem Vorsprung auf Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal) den Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo gewonnen und einen Traumstart in den WM-Winter hingelegt. Als Belohnung schlüpfte der Allgäuer ins Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden.

"Dass es so perfekt läuft, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich habe einfach meinen Stärken vertraut und das umgesetzt, was ich mir im Training erarbeitet habe", sagte Rydzek, der zu Wochenbeginn noch von einem Magen-Darm-Infekt geplagt worden war. Letztmals gewonnen hatte der 24-Jährige aus Oberstdorf am 23. Februar in Kuopio, fünf seiner jetzt sieben Siege hat er somit in Finnland gefeiert.

„Wir haben jetzt eine breite Schulter“

Rydzek hatte im Ziel deutliche 34,1 Sekunden Vorsprung auf den viermaligen Gesamtweltcup-Gewinner Frenzel. "Es war wegen der Magen-Darm-Sache ein wenig knifflig, aber das hat er gut weggesteckt. Wir hatten heute einfach schnelle Bretter", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF. Am Sonntag sei eine Wiederholung durchaus denkbar. "Wir haben jetzt eine breite Schulter", sagte Weinbuch.

Der erstarkte Routinier Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Fabian Rießle (Breitnau) und Vinzenz Geiger (Oberstdorf) komplettierten auf den Rängen sechs, acht und elf das glänzende deutsche Ergebnis. "Björn ist so stark wie seit langem nicht mehr, im Sommer hat er schon einen sehr guten Eindruck gemacht. Läuferisch ist er topfit wie eh und je", sagte Weinbuch über den 33-Jährigen.

Panne beim Springen: Stromausfall setzt Lift außer Gefecht

Rydzek war nur eine Sekunde hinter dem Sprungsieger Akito Watabe in die Loipe gegangen, nach vier von zehn Kilometern nahm der Deutsche das Heft in die Hand und zog dem Japaner eindrucksvoll davon. Hinter ihm holte der von Position acht gestartete Frenzel Meter um Meter auf und wurde kurz vor Schluss mit Rang zwei belohnt. "Es ist immer wieder bewundernswert, was der kleine Bursche für eine Energie hat", sagte Weinbuch über Frenzel. Dritter wurde der Norweger Jörgen Graabak.

Nicht am Start war überraschend Jarl Magnus Riiber. Der 19 Jahre alte Norweger, der als kommender Star der Szene gilt, hat sich nach FIS-Angaben noch nicht von einer Erkrankung erholt und fühlt sich noch nicht fit für zwei Wettbewerbe.

Zuvor hatte eine peinliche Panne während des Springens für eine lange Unterbrechung gesorgt. Ein Stromausfall setzte den Skilift außer Gefecht, unter anderem Kircheisen hing bei Schneetreiben und Minustemperaturen buchstäblich in der Luft. "Ich hing eine halbe Stunde fest, das war nicht ganz einfach", sagte Kircheisen.

SID

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