Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag

Olympia 2016: Freitag fordert "Umdenken im Sport"

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Dagmar Freitag.

München - Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, hat kurz vor dem Auftakt der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro ein weltweites "Umdenken im Sport" angeregt.

Auf dem Weg aus der Glaubwürdigkeitskrise sieht Freitag auch weiter die Rolle von Thomas Bach kritisch. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) könne es nicht "alleine schaffen, aber er alleine könnte eine Richtung vorgeben. Das fehlt mir im Moment ein wenig", sagte Freitag bei WDR2.

Insgesamt seien aber "mehr handelnde Personen gefragt als nur der IOC-Präsident, der natürlich eine ganz entscheidende Rolle spielen muss. Aber er braucht auch, je nach Sichtweise, Rückenwind oder Gegenwind aus den Mitgliedsverbänden. Da müssen wir alle mitarbeiten, damit ein Umdenken im Sport stattfindet."

Die Entscheidung des IOC, auf einen Komplett-Ausschluss der Russen als Reaktion auf das staatlich gelenkte Doping-System zu verzichten, kritisierte Freitag erneut. "Man hätte deutlich anders agieren können, man hätte konsequenter durchgreifen können", sagte sie. Die jüngste Kehrtwende des IOC bezüglich des Umgangs mit russischen Sportlern könne man zudem getrost "vergessen".

Am Dienstag, nur drei Tage vor der Eröffnungsfeier, hatte das IOC neue Verfahrensleitlinien an die Weltverbände verschickt und darin empfohlen, Vorsicht walten zu lassen und die russischen Athleten nur zu sperren, wenn ihnen der McLaren-Bericht expliziten Doping-Missbrauch nachweist.

SID

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