Olympia kompakt: Der 13. Tag

Max Rendschmidt und Marcus Groß gewannen Gold im Kajak-Zweier über 1000 Meter. Foto: Facundo Arrizabalaga
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Max Rendschmidt und Marcus Groß gewannen Gold im Kajak-Zweier über 1000 Meter. Foto: Facundo Arrizabalaga
Usain Bolt kämpft sich über die Ziellinie - die Gegner hat er längst geschlagen, aber die Weltrekordzeit bleibt bestehen. Foto: Srdjan Suki
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Usain Bolt kämpft sich über die Ziellinie - die Gegner hat er längst geschlagen, aber die Weltrekordzeit bleibt bestehen. Foto: Srdjan Suki
Kai Kazmirek zeigt eine richtig starke Leistung. Foto: Diego Azubel
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Kai Kazmirek zeigt eine richtig starke Leistung. Foto: Diego Azubel
Linda Stahl konnte ihre Leistung von der EM nicht abrufen. Foto: Michael Kappeler
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Linda Stahl konnte ihre Leistung von der EM nicht abrufen. Foto: Michael Kappeler
Storl müht sich im Finale, aber es fehlt die Kraft für eine Topweite. Foto: Michael Kappeler
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Storl müht sich im Finale, aber es fehlt die Kraft für eine Topweite. Foto: Michael Kappeler

Der Jamaikaner Usain Bolt gewinnt am 13. Wettkampftag der Olympischen Spiele in Rio sein zweites Gold. Die deutschen Leichtathleten enttäuschen wieder. Immerhin liefern die Kanuten. Und erstmals taucht ein Land im Medaillenspiegel auf.

Rio de Janeiro (dpa) - Auf die Kanuten war Verlass. Im Kajak-Zweier holten Max Rendschmidt und Marcus Groß am Donnerstag das insgesamt 13. Gold für die deutsche Olympia-Mannschaft in Rio de Janeiro. Auch die Segler haben nach acht Jahren wieder einmal Grund zur Medaillen-Freude. Die Hockey-Herren, 2008 und 2012 mit Gold dekoriert, konnten sich auch an Bronze begeistern.

Die wichtigsten Ergebnisse vom Abend und der Nacht:

- Leichtathletik: Teil zwei der Rio-Show von Usain Bolt. Der Jamaikaner gewann souverän auch über 200 Meter - sein zweites Gold nach seinem Erfolg über 100 Meter. Noch ein Sieg, und er hat sein großes Ziel erreicht: bei drei aufeinanderfolgende Olympischen Spielen jeweils dreimal Gold zu holen - das Triple-Triple.

Die deutschen Leichtathleten blieben hingegen erneut ohne Medaillen. Zehnkämpfer Kai Kazmirek kam Edelmetall noch am nächsten und erzielte als Vierter mit 8580 Punkten immerhin persönliche Bestleistung. Der amerikanische Weltrekordler Ashton Eaton wiederholte mit 8893 Punkten seinen Erfolg von 2012 und stellte den olympischen Rekord ein.

Die deutschen Speerwerferinnen hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Die frühere Weltmeisterin Christina Obergföll war als Achte mit 62,92 Metern noch Beste des viel höher eingeschätzten deutschen Trios. Linda Stahl wurde Elfte, Christin Hussong Zwölfte. Gold gewann die Kroatin Sara Kolak mit 66,18 Metern.

Auch der ehemalige Weltmeister David Storl enttäuschte als Siebter mit der Kugel. Mit 20,64 Metern lag er fast zwei Meter hinter dem neuen Olympiasieger Ryan Crouser. Der Amerikaner gewann mit 22,52 Metern und olympischem Rekord.

- Hockey: Argentiniens Herren sind erstmals Olympiasieger. Der Panamerika-Meister setzte sich im Finale mit 4:2 gegen Belgien durch.

Die deutsche Ausbeute des 13. Rio-Tages:

Die Kanuten lieferten erneut Gold. Im Kajak-Zweier über 1000 Meter siegten Max Rendschmidt und Marcus Groß - fast schon erwartungsgemäß. Nach acht Jahren durften auch die Segler wieder einmal jubeln. Die 49er-Crew Erik Heil und Thomas Plößel sicherte sich Bronze. Die Hockey-Herren schafften mit dem Sieg im Spiel um Bronze gegen die Niederlande einen versöhnlichen Abschluss und bereiteten ihrem Kapitän und zweimaligen Olympiasieger Moritz Fürste einen angemessenen Abschied.

Dieser Moment wird in Erinnerung bleiben:

Ahmad Abughaush hat Geschichte geschrieben. Zumindest jordanische Sportgeschichte. Der 20 Jahre alte Student sicherte sich im Taekwondo in der Klasse bis 68 Kilogramm den Olympiasieg. Es ist nicht nur die erste Goldmedaille in der Geschichte seines Landes, sondern das erste Edelmetall für Jordanien bei Olympia überhaupt.

Und sonst noch?

Ludger Beerbaum und Olympia - das ist nun Geschichte. Der Springreiter, der viermal Gold gewann, hat seinen Rücktritt aus dem Nationalteam angekündigt. Noch einmal werde er bei einem  Nationenpreis mitreiten, dann sei Schluss. "Ich mache Platz für junge Leute", sagte der 52-jährige Riesenbecker, der am Mittwoch Bronze mit dem Team geholt hatte. Doch ganz aufhören will er nicht. Bei internationalen Turnieren wird er weiterhin antreten.

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