Test um 6 Uhr morgens

Olympia-Medaillengewinner: Dopingkontrolle im Urlaub

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Böse Überraschung im Urlaub: Patrick Hausding musste am frühen Morgen eine Dopingprobe abgeben.

Playa Granada - Deutsche Sportler müssen jederzeit mit Dopingkontrollen rechnen. Das erlebte nun Patrick Hausding am eigenen Leib. Der Wasserspinger bekam im Urlaub Besuch.

Selbst im Urlaub hatte Wasserspringer Patrick Hausding keine Ruhe vor den Dopingkontrolleuren. Früh um 6.00 Uhr klopften die Kontrolleure des Schwimm-Weltverbandes FINA am Donnerstag an der Zimmertür des 27-Jährigen im Ferienclub im spanischen Granada. "Man denkt sich, nirgends hat man seine Ruhe", sagte der Olympia-Dritte bei der von der Deutschen Sporthilfe organisierten Veranstaltung "Champion des Jahres".

Insgesamt dreieinhalb Stunde dauerte die Kontrolle. "Wenn ich im Urlaub dopen würde, stimmt sowieso irgendwas nicht mit mir. Ich musste es machen, weil ich mich dazu verpflichtet habe. Aber ein bisschen unethisch ist es trotzdem", sagte der zwölfmalige Europameister. Es sei eine ganz schlechte Kommunikation seitens der FINA. "Vielleicht hätte man sich über die NADA auch mal eine Hintergrundinformation holen können."

In Playa Granada sind derzeit rund 100 deutsche Top-Athleten, darunter viele Rio-Olympiasieger und Medaillengewinner, im traditionellen gemeinsamen Urlaub. Die deutschen Athleten unterliegen dem wohl strengsten Meldesystem im weltweiten Sport. Sie müssen bis zu drei Monate im Voraus auf einer Internet-Seite angeben, wo sie zu einem bestimmten Zeitpunkt anzutreffen sind. Viele Athleten fühlen sich davon gegängelt und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

dpa

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