Wirbel nach Halbfinale

Norweger ziehen Protest zurück: Deutsche Handballer im Finale

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Jubel bei den einen, Frust bei den anderen: Nach dem Sieg der deutschen Handballer im WM-Halbfinale legten die Norweger Protest ein.

Krakau - Norwegens Handball-Verband hat nach eigenen Angaben seinen Protest gegen den Halbfinal-Sieg des deutschen EM-Teams am Samstag zurückgezogen.

Update vom 31. Januar 2016: Schafft Deutschland bei der Handball EM 2016 in Polen die Sensation? Im Finale gegen Spanien kann die DHB-Auswahl den EM-Titel klar machen - und die Vorrunden-Niederlage ausmerzen. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Spiel Deutschland gegen Spanien live im TV und Live-Stream sehen können.

Damit spielt die deutsche Mannschaft an diesem Sonntag in Krakau gegen Spanien bei der Europameisterschaft um Gold.

Zunächst hatte es anders ausgesehen: Kurz nach dem 34:33 (27:27, 14:13)-Erfolg im Halbfinale am Freitagabend gegen Norwegen legten die Skandinavier Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Bis um 9.00 Uhr am heutigen Samstag hätten die Norweger ihren Protest schriftlich begründen müssen. Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hatte eine Entscheidung bis 12.00 Uhr angekündigt. 

Das sportjuristische Nachspiel ist abschließender Höhepunkt einer packenden Partie zweier Überraschungsteams um den Einzug ins Endspiel der Europameisterschaft. „Beide Teams haben super agiert. Leider musste eine Mannschaft verlieren“, sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Er meinte später: „Ich habe schon vor dem Spiel das Gefühl gehabt, dass es in die Verlängerung geht. Ich habe das sogar auf meine Taktiktafel geschrieben, um sicher zu sein.“

Zweimal hat sein Team die Big Points gemacht. Nach dem 24:26-Rückstand (54.) rettete Linksaußen Rune Dahmke mit seinem Treffer zum 27:27 wenige Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit die Nationalmannschaft in die Verlängerung. „Wir waren ja kurz vor dem Ausscheiden“, meinte Torwart-Routinier Carsten Lichtlein. Und dann sorgte Kai Häfner unmittelbar vor dem Ende der Verlängerung für den 34:33-Siegtreffer.

Im Überschwang der Gefühle rannten dann nach Ansicht der Norweger zu viele deutsche Spieler bereits vor der Schlusssirene aufs Feld, was den Protest nach sich zog. „Wir sehen dem Protest gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale“, sagte der deutsche Delegationsleiter Bob Hanning, der den Einspruch als aussichtslos bezeichnete.

dpa

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