Polen, Portugal und Nordirland wollen EM-Tickets lösen

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Robert Lewandowski will Polen zur EM nach Frankreich schießen. Foto: Bartlomiej Zborowski

Polen kann es am Donnerstag schaffen, Portugal auch. Und: Nordirland. Für die Nordiren wäre es die erste EM-Teilnahme. Titelverteidiger Spanien muss später ran.

Berlin (dpa) - Deutschland-Verfolger Polen setzt auf Tormaschine Robert Lewandowski, Portugal reicht mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo schon eine Nullnummer für die EM-Qualifikation.

19 Plätze sind noch zu vergeben für die Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich. Polen und Portugal können schon am Donnerstag das Ticket lösen. Titelverteidiger und Ex-Weltmeister Spanien sowie der ehemalige Welt- und Europameister Italien können am Freitag und Samstag ihren Part beim Rendezvous der erstmals 24 besten Nationen in Europa klar machen.

Spätestens am Dienstagabend steht fest, welche Mannschaften neben den bereits qualifizierten Nationen England, Österreich, Tschechien und Island sowie Gastgeber Frankreich fix sind und welche acht Teams um die letzten vier freien Plätze in den Playoffs spielen.

Polen, Zweiter in der Gruppe D mit 17 Punkten, will partout nicht Nachsitzen. Mit einem Sieg in Schottland (4. Platz/11 Punkte) könnten Lewandowski und seine Teamkollegen die dritte EM-Teilnahme des Landes nach 2008 und 2012 (Mitgastgeber) schaffen - vorausgesetzt, Irland (3./15) spielt gegen Spitzenreiter Deutschland (1./19) höchstens unentschieden. "Wir kennen unser Ziel in Glasgow. Wir sind so nah dran", sagte Bayern-Profi Lewandowski vor der Partie. Mit zehn Treffern führt er die Torschützenliste der EM-Qualifikation an.

In der Meisterschaft und der Champions League erzielte der 27-Jährige sage und schreibe zwölf Tore in den vergangenen vier Spielen. "Natürlich habe ich meine Form der letzten Wochen genossen, aber andererseits habe ich auch nicht so viel darüber nachgedacht. Dieses extrem wichtige Wochenende liegt nun vor uns, und ich hoffe, dass wir den Job erledigen", betonte er. Seine jüngsten Tore würden da keine Rolle mehr spielen. Sie hinterließen aber Eindruck. Auch bei Schottlands Verteidiger Grant Hanley. "Seine Rekord in den jüngsten Spielen ist ziemlich unglaublich", räumte er ein.

Nordirlands Lewandowski heißt Kyle Lafferty. Sieben der zwölf Quali-Tore schoss der Stürmer, der bei seinem Verein Norwich City allerdings im Gegensatz zum Bayern-Angreifer eher erfolglos spielt. Die Nationalmannschaft Nordirlands kann aber dank Lafferty ebenfalls an diesem Donnerstag das Frankreich-Ticket lösen: Zuhause gegen die bislang noch sieglosen Griechen, den Europameister von 2004. Die Vorfreude bei den nordirischen Fans ist jedenfalls riesengroß: Binnen weniger Minuten waren die 11 700 Karten für die Partie im Windsor Park von Belfast verkauft.

Hinter den Nordiren (17) kann auch Rumänien (16) die EM-Planungen bei einem weiteren Sieg konkretisieren. Die Rumänen sind eines von nur fünf bislang noch ungeschlagenen Teams in der EM-Qualifikation. Gegner ist nun Finnland (4./10), das rechnerisch aber auch noch Zweiter werden kann. Ebenso wie die Ungarn, die auf Rang drei (13) liegen und zuhause gegen die Färöer spielen.

Lewandowski, Lafferty, Ronaldo. Dabei muss der Weltfußballer im Spitzenspiel der Gruppe I gegen Dänemark nicht mal treffen, damit er mit Portugal den Einzug in die Endrunde der EM schafft. Die Portugiesen führen die einzige Fünfer-Gruppe mit 15 Punkten aus sechs Spielen an, die Dänen holten zwölf Zähler aus sieben Partien. Dritter ist Albanien mit elf Punkten aus sechs Spielen.

Porträt Polen auf UEFA-Homepage

Ticketabsatz zum Nordirland-Spiel

Überblick über qualifizierte und nicht qualifizierte Teams

Newsblog auf UEFA-Homepage

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