Respekt muss sein

Gerald Schaumburg mahnt mehr Fairplay an – gerade im Fußball  

Der Grat ist schmal zwischen Glückseligkeit und Übermut, zwischen angemessenem Jubel und Arroganz, ja Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner. Und gerade im Fußball werden inzwischen tagein, tagaus Grenzen des Fairplay und des Anstands überschritten.

Franck Riberys Hand hat nichts zu suchen im Gesicht eines Gegenspielers. Auch das Imponiergehabe Nase an Nase ist völlig abwegig. Brutale Tritte und Ellbogenschläge sind genauso zu geißeln wie „sterbende Schwäne“ nach harmlosen Körperkontakten, Schwalben und die längst völlig überzogene Theatralik in so vielen Situationen.

Die Kicker fernab der Bundesliga-Stadien eifern ihren Idolen nach – leider nicht nur im famosen Umgang mit dem Ball. Und der Spaß hört auf, wenn das Erzielen eines Treffers nicht mehr ausreicht, sondern noch Mätzchen gemacht werden. Wenn ein ohnehin frustrierter und enttäuschter Gegner auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

Ja, es ist die Aufgabe der Schiedsrichter, dies zu unterbinden. Und ja, es ist Aufgabe der Trainer, ihre Schützlinge entsprechend zu erziehen. Manchmal reicht dazu eine einzige Frage: Wie würdest Du dich fühlen, wenn dein Gegenspieler den Ball im Liegen per Kopf über die Linie bugsiert? ger@hna.de

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