"Qual der Wahl" nach Springreiter-Sieg im Nationenpreis

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Das Springreiter-Quartett um Ludger Beerbaum mit Casello sicherte sich den Erfolg beim Nationenpreis souverän. Foto: Uwe Anspach

Die deutschen Springreiter haben beim CHIO in Aachen nach acht Jahren Pause wieder den heimischen Nationenpreis gewonnen. Vor Olympia in Rio hat der Bundestrainer eine schwere Aufgabe.

Aachen (dpa) - Nach dem Sieg dachte der Bundestrainer schon an Rio. "Wir haben jetzt die Qual der Wahl", sagte Otto Becker nach Platz eins im Nationenpreis von Aachen.

Er muss aus fünf Reitern einen als Ersatzmann für die Olympischen Spiele benennen. "Wenn alle fit bleiben, muss ich einem sagen, dass er in Rio nur zuschaut, obwohl er Weltklasse ist."

Trotzdem feierte Becker zunächst mit dem Quartett, das in Aachen gewann. "Alle haben das toll gemacht", lobte der Coach, der erstmals in seiner achtjährigen Trainerkarriere das Teamspringen beim größten Turnier gewann. Zuletzt hatte ein deutsches Team 2008 in Aachen gesiegt.

Das Quartett um Ludger Beerbaum mit Casello sicherte sich den Erfolg vor mehr als 40 000 Zuschauern souverän. Null Strafpunkte standen auf der Anzeigetafel. Zweiter wurden mit je vier Strafpunkten die Teams aus Frankreich und den USA.

Neben Ludger Beerbaum mit Casello gehörten zum Team: Marcus Ehning mit Pret a tout, Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci und Christian Ahlmann mit Epleaser. Fünfter Kandidat ist Daniel Deußer, der am Donnerstag zuschauen musste. "Auch er hat noch eine Chance", sagte Becker, der sein Rio-Team am Sonntag veröffentlichen will.

Am Freitag startet in Aachen die deutsche Vielseitigkeits-Mannschaft. Angeführt wird das Team von Doppel-Olympiasieger Michael Jung. Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth verzichtet hingegen. Die Reiterin aus Ganderkesee hat wie Jung ihr Olympia-Ticket sicher und will ihr Pferd Opgun Louvo schonen. Sie reitet in Aachen zwar die Dressur- und die Springprüfung am Freitag, lässt den Geländeritt am Samstag aber aus, so dass die Prüfung nicht zählt.

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