Regen in Wimbledon: Warterei für Kerber und Co.

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In Wimbledon regnet es. Foto: Andy Rain

Wie bei den French Open in Paris bestimmt auch in Wimbledon Regen das Geschehen. Für die Organisatoren wird der Spielplan knifflig, für die Tennisprofis das bedeutende Turnier zur Geduldsprobe.

London (dpa) - Stundenlang mussten sich die beiden deutschen Hauptdarsteller Alexander Zverev und Angelique Kerber in Wimbledon die Zeit vertreiben.

Wieder einmal bestimmte der berüchtigte Regen am Freitag das Geschehen beim ältesten Tennis-Turnier der Welt. Lange ließ das schlechte Wetter keine Matches auf den Außenplätzen zu. Mehrfach wurden die grünen Planen von den Plätzen erst abgezogen - und dann schnell wieder ausgerollt. Für die Profis wird das Grand-Slam-Turnier immer mehr zu einer Geduldsprobe.

"Was schwer war, war die Warterei", hatte Australian-Open-Champion Kerber schon am Vortag eingeräumt. Ihre Drittrunden-Partie gegen die Hamburgerin Carina Witthöft war ebenso wie die von Sabine Lisicki und Anna-Lena Friedsam für diesen Freitag geplant.

Vier andere deutsche Profis um den 19-jährigen Zverev sollten erst ihre Zweitrunden-Aufgaben absolvieren, weil die Witterung schon am Dienstag und Mittwoch den Spielplan verzögert hatte. "Das gehört irgendwie zu Wimbledon", hatte Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic bereits am Mittwoch gesagt und von Blödeleien und Sarkasmus in der Kabine berichtet. Die Hessin hatte aber auch gesagt: "Die Kommunikationspolitik ist sehr spontan, sie kämpfen um jede Minute."

Am Freitag hingen dunkle Wolken am Himmel. Mit einem Lächeln betrat der Hamburger Zverev Platz acht, als seine Partie gegen den Russen Michail Juschni am Mittag mit rund einer Stunde Verspätung beginnen sollte. Doch bevor er sein Ziel, beim berühmtesten Tennis-Turnier der Welt erstmals in die dritte Runde vorzustoßen, in Angriff nehmen konnte, ging es wieder in die Katakomben. Regenschirme wurden aufgespannt. Die Warterei ging weiter.

Auch der Mettlacher Benjamin Becker hatte gegen den tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych noch keinen Punkt gespielt, als er wieder vom Platz musste. Annika Beck hatte gerade den ersten Ballwechsel gegen Alexandra Sasnowitsch aus Weißrussland gewonnen. Dustin Brown führte 30:15 im Duell mit Nick Kyrgios aus Australien.

Schon bei den French Open in Paris hatte der Regen den Spielplan beherrscht. So wurde die Praxis, dass die Profis zwischen ihren Spielen je einen Tag frei haben sollen, schnell zur Theorie. Anders als in Paris hat wenigstens der Centre Court in Wimbledon ein Dach. Für 2019 ist auch eins über Court 1 geplant.

Neben der besonderen Atmosphäre ist der spielfreie mittlere Sonntag für Wimbledon charakteristisch. In diesem Jahr steht die 130. Auflage an, erst dreimal wurde die Tradition des spielfreien Sonntags gebrochen: 2004, 1997 und 1991. 1991 war das Jahr, in dem sich Michael Stich und Boris Becker im Finale gegenüberstanden, und Steffi Graf ihren dritten Wimbledon-Titel holte.

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