1623.01.1223.01.12|Leichtathletik|
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Mit drei Hessentiteln sowie weiteren drei Medaillenrängen durch den in sensationeller Form auftrumpfenden Doppelsieger Tobias Dilling (MTSV Helmarshausen) und Vanessa Grimm (TSG Hofgeismar) erreichten die Nachwuchstalente der LG Reinhardswald bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der U16 das beste Ergebnis in der Geschichte der LGR.

Taktische Analyse: Hessenmeister Tobias Dilling (links) erhält Tipps von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke und Trainer Mustafa Hallal vor dem letzten Versuch über 1,62 Meter
Im Hochsprung der Jugend M 14 wurde Dilling seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Von seiner Einstiegshöhe bei 1,45 Metern bis zur Sieghöhe von 1,59 Metern blieb er als einziger Teilnehmer ohne Fehlversuch und durfte über seine erste Goldmedaille bei Hessischen Meisterschaften jubeln. Die 1,62 Meter riss er trotz Tipps zur Anlaufgestaltung von HLV-Präsidentin Anja Wolf-Blanke drei Mal knapp. Wolf-Blanke, früher selbst eine Hochspringerin der deutschen Spitzenklasse, hatte den Wettkampf direkt an der Anlage verfolgt.
Tags darauf gewann Dilling auch den Weitsprung. Hier entwickelte sich der nach dem Meldergebnis erwartete hochspannende Wettkampf mit Christopher Nagorr (Gießen). Dilling eröffnete den Wettkampf mit 4,84 Metern auf Platz fünf, Nagorr ging mit 5,27 Metern in Führung. Im zweiten Versuch setze sich Dilling mit 5,44 Meter an die Spitze. Im letzten Durchgang wurde es dann noch einmal spannend. Nagorr steigerte sich auf 5,47 Meter, doch der direkt nach ihm springende Dilling erwies sich als echter Champion und konterte. Mit 5,62 Meter steigerte er seine persönliche Bestweite und holte die zweite Goldmedaille.
Umgekehrt lief es im Kugelstoßen. Hier hatte Dilling den Wettbewerb mit 11,70 lange angeführt. Doch dann verbesserte sich Julius Hinze (Wiesbaden) auf 11,71 Meter und verdrängte Dilling auf den Silberrang.
Mit einem kompletten Medaillensatz kehrt Vanessa Grimm aus dem Sportzentrum Frankfurt-Kalbach zurück. Auch sie zeigte sich von der Favoritenbürde im Hochsprung der W 15 wenig belastet und hatte ihre Mitstreiterinnen sicher im Griff. Nach fünf Sprüngen hatte sie als einzige Teilnehmerin die 1,56 Metern überwunden und damit den Silberrang des Vorjahres vergoldet. Danach versuchte sie sich noch an persönlich besten 1,63 Metern an denen sie knapp scheiterte.
Persönliche Bestzeiten in Vorlauf und Finale brachten Grimm im 60-Meter-Hürdensprint auf den Bronzerang. 9,39 Sekunden sind die beste Leistung einer LGR-Athletin seit fünf Jahren.
Nur zehn Minuten nach dem Hürdenfinale war Grimm über 300 Meter wieder gefordert. Trotz schwerer Beine lieferte sie auch hier in 42,50 Sekunden eine Topzeit und wurde Vizemeisterin. Svea Ernst (TSV Deisel) erreichte als Fünfte im Kugelstoßen der W14 den angestrebten Top-Acht-Rang mit 9,44 Metern.
Die 4x100-Meter-Staffel der U16 mit Grimm, Rieka Dworak (TSV Deisel), Madara Bunka (TSG Hofgeismar) und Maxine Berens (TSV Hombressen) belegte den sechsten Rang.
Dworak (TSV Deisel) blieb als Achte über 800 Meter der W14 in 2:35,99 Minuten sogar unter ihrer Freiluftbestzeit und Bunka überzeugte im Weitsprung ebenfalls als Achte mit 4,77 Metern. (zah)
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