Bad Sooden-Allendorf. Mit sechs Titeln und insgesamt 13 Medaillen glänzten die Leichtathleten der LG Reinhardswald bei den Nordhessischen Hallenmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf und konnten damit den im Vorjahr gesetzten hohen Standard (fünf Titel und elf Medaillen) noch einmal übertreffen.
Die größte Überraschung aus Sicht der LGR schuf Jannik Mikl (TSV Hombressen), der sich im Hochsprung mit neuer persönlicher Bestleistung von 1,78 Metern den Titel holte.
Im Vorjahr mit 1,72 Metern in der Bestenliste notiert war Mikl zum richtigen Zeitpunkt in Topform. Bis 1,75 Meter gleichauf mit Karl Westphal (Wanfried) nahm er als einziger Teilnehmer die 1,78 Meter und hat jetzt für den Sommer die 1,80 Meter als Ziel.
Die Sprintentscheidungen der Frauen und der weiblichen Jugend waren fest in LGR-Hand. Bei den Frauen feierte Janine Mackewitz (SV Espenau) eine erfolgreiche Titelverteidigung und verwies die Konkurrenz mit deutlichem Rückstand auf die Plätze. Einziger Wermutstropfen war der erneut knapp verpasste Sprung unter die acht Sekunden. Ungefährdet sprintete auch Theresa Schacht (TSG Hofgeismar) zum nordhessischen Hallentitel in der weiblichen Jugend U20. In 7,72 Sekunden unterstrich sie ihre aktuelle Topform und kann optimistisch auf die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in zwei Wochen in Sindelfingen blicken.
Am härtesten kämpfen für ihre Goldmedaille musste Nadja Strege (SV Espenau) in der weiblichen Jugend U18. Mit drei Hunderstelsekunden Vorsprung lag sie in 8,23 Sekunden knapp vor Charlotte Bomert (Vellmar).
Mit zweiten Plätzen im Hürdensprint (9,76 Sekunden) und im Weitsprung (5,19 Meter) stellte Strege ihre Vielseitigkeit unter Beweis.
Der Spezialist für Zentimeterentscheidungen ist Tobias Dilling (MTSV Helmarshausen). Bei den hessischen Meisterschaften im Kugelstoßen der Jugend M14 um einen Zentimeter geschlagen setzte er sich in Nordhessen mit 11,48 Metern gegen Jan Stöber (Bad Sooden-Allendorf) durch, der 11,46 Meter schaffte.
Im Hochsprung wurde Hessenmeister Dilling seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und lag beim Sieg mit 1,68 Metern zwölf Zentimeter vor der chancenlosen Konkurrenz.
Eine unerwartete Niederlage gab es hingegen im Weitsprung. Trotz einer neuen Bestweite von 5,66 Metern musste Dilling dem Korbacher Tim Simshäuser (5,76 Meter) den Vortritt lassen.
Bronze im 60-Meter-Sprint komplettierte Dillings Medaillensammlung.
Im Hürdensprint der Jugend W14 verpasste Madara Bunka (TSG Hofgeismar) den Sieg um vier Hundertstelsekunden. Im Weitsprung fehlten ihr als Vizemeisterin mit 4,74 Metern ebenfalls nur wenige Zentimeter zu Gold.
Seine erste Medaille bei Nordhessischen Meisterschaften gewann Tobias Krone (SV Espenau). In 7,58 Sekunden sprintete er im 60-Meter-Finale der männlichen Jugend U20 zu Silber.
Bei den Westdeutschen Meisterschaften in Leverkusen belegte die Grebensteinerin Lena Menzel (TSV Leverkusen) den fünften Rang über 400 Meter. In persönlicher Hallenbestzeit von 56,22 Sekunden blieb sie unter der B-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften, die sie vor zwei Wochen bereits über 800 Meter erreicht hatte. (zah)



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