Cottbus. Mit Platz vier und Platz sechs bei den Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften in Cottbus stellten die Mehrkampftalente der LG Reinhardswald Nadja Strege (SV Espenau) und Vanessa Grimm (TSG Hofgeismar) ihre Zugehörigkeit zur nationalen Nachwuchsspitze eindrucksvoll unter Beweis
Von Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) auf den Punkt in Topform gebracht erreichten beide beim Saisonhöhepunkt persönliche Bestleistungen. Strege setzte mit ihren 2740 Punkten sogar eine Nordhessische Rekordmarke.
Mit der zweitbesten Meldeleistung im Blockmehrkampf Lauf hatte sich Strege im Vorfeld der Meisterschaft Chancen auf einen Medaillenplatz ausgerechnet. Der Wettkampfbeginn war mit persönlich besten 12,64 Sekunden im 80-Meter-Hürdenlauf auch optimal. Einen kleinen Rückschlag musste sie aber im Ballweitwurf hinnehmen. Während Strege mit 47,5 Metern vier Meter unter ihrer Bestmarke blieb, konnten sich die schärfsten Konkurrentinnen im Kampf um die Podesplätze steigern.
Strege zeigte Kampfgeist und sprintete im folgenden 100-Meter-Lauf in 12,94 Sekunden erstmals unter die 13 Sekunden. Im Weitsprung, ihrer Paradedisziplin im Mehrkampf, trumpfte Strege mit dem Disziplinsieg auf. In einem Gegenwind von 2,4 Metern/Sekunden verbesserte sie sich um neun Zentimeter auf 5,28 Meter.
Vor dem abschließenden 2000-Meter-Lauf lag Strege damit auf Rang drei. Auch hier zeigte sie noch einmal eine Energieleistung und steigerte sich um drei Sekunden auf 7:16,81 Minuten.
Nach Veröffentlichung des Endergebnisses war die Enttäuschung dann zunächst groß. Um 13 Punkte hatte Strege auf dem undankbaren vierten Rang das Siegerpodest verpasst. Mit etwas Abstand stellte sich aber doch Zufriedenheit über einen fast perfekten Wettkampf mit vier persönlichen Bestleistungen und dem Nordhessischen Rekord ein.
Viel fehlte auch bei Vanessa Grimm im Sprintmehrkampf der W14 nicht zu einem Medaillenrang. In einem dicht gestaffelten Feld lag sie als Sechste 72 Punkte hinter dem dritten Platz.
Ihr herausragendes Einzelergebnis erreichte Grimm gleich zum Auftakt im Hürdensprint. Unterstützt von etwas zu starkem Rückenwind sprintete sie die 80 Meter in 12,35 Sekunden fast eine Sekunde schneller als bisher in der Saison.
Im Hochsprung war ihr die Nervosität beim ersten DM-Start etwas anzumerken. Dennoch nahm sie bis 1,56 Meter alle Höhen im ersten Versuch. Auch die 1,60 Meter schienen schon fast geschafft, doch fiel im letzten Moment die Latte.
In ihrer schwächsten Disziplin, dem Weitsprung, hielt sie den Abstand zur Konkurrenz mit 4,84 Metern in Grenzen. 13,04 Sekunden im 100-Meter-Sprint waren dann trotz schwerer Beine auf den letzten 40 Metern wieder Bestleistung.
Vor dem Speerwerfen lag Grimm auf Rang neun. Ihr großes Ziel war aber eine Urkunde und dafür war ein Platz unter den besten Acht nötig. Die in den letzten Wochen im Training gewonnene Stabilität zahlte sich aus. Grimm kam mit 30,18 Metern dicht an ihre Bestweite heran und schob sich noch auf den sechsten Rang. So konnte sie mit persönlich besten 2703 Punkten bei der Siegerehrung freudestrahlend ihre Urkunde in Empfang nehmen. (zah)



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