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Ajscha besteht Härtetest

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Mit dem dritten Platz zufrieden: Shari Zey, die zwischenzeitlich die Führung in der S*-Prüfung übernommen hatte.  Fotos: Kasiewicz
Mit dem dritten Platz zufrieden: Shari Zey, die zwischenzeitlich die Führung in der S*-Prüfung übernommen hatte. Fotos: Kasiewicz

Fritzlar. Nein, Shari Zey konnte sich auch über den dritten Platz bei der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S* beim Reitturnier in Fritzlar freuen. Obwohl ihr zum Sieg nur weit weniger als zwei Sekunden fehlten. Und obwohl sie genau einen Ritt lang von ihrem insgesamt 32. S-Erfolg in ihrer noch jungen Karriere träumen durfte.

Nachdem nämlich die 21-Jährige auf Skara die Bestzeit von Frank Plock auf Amoroso als neunte der 18 Reiter und Reiterinnen um 0,13 Sekunden unterboten hatte. Doch der Vorjahressieger ließ sich nicht lange bitten und konterte prompt auf Ajscha: Mit 32,79 (fehlerfreien) Sekunden in der zweiten Phase mit sechs Hindernissen und sieben Sprüngen war er nochmals 1,66 Sekunden schneller. Das reichte, um die gesamte Konkurrenz in Schach zu halten. Ja, der Borkener konnte sich nur selbst schlagen, was ihm mit Lexus (32,90 Sekunden) fast noch gelungen wäre.

Mit allen drei Pferden war er nach eigener Aussage „auf Sieg“ geritten. Nicht ganz so wild, wie das bei dem Routinier schon mal vorkommt, aber immer „kontrolliert offensiv“. Denn: „Ich musste auf der Hut sein.“ Vor seiner Stallgefährtin Shari Zey nämlich, nach Plock die schnellste unter den neun Teilnehmern, denen es gelungen war, die erste Phase mit acht Sprüngen in der vorgeschriebenen Zeit ohne Abwurf zu meistern.

Ihre Zufriedenheit über das Ergebnis bezog sie aus der Tatsache, dass der Sieg ja quasi in der Familie blieb. Seit zwei Jahren arbeiten sie in Borken mit zehn Turnier- und sieben Nachwuchspferden zusammen. Das fruchtet und macht, so die beiden unisono, „einfach mehr Spaß“. Natürlich kann der Erfahrenere der Jüngeren den ein oder anderen nützlichen Tipp geben, das Talent und insbesondere die „feine Hand“ brachte die gebürtige Limburgerin aber selbst mit. „Sie hat ein unheimlich gutes Auge, um den Sprung an zu reiten“, lobt Plock seine Schülerin.

Beim kommenden internationalen Turnier in Spangenberg fungiert sie indes „nur“ als Helferin, während Plock mit Ajscha für Furore sorgen will. Was aufgrund eines Trainingsrückstandes seines Paradepferdes bis zum glanzvollen Fritzlarer Auftritt keineswegs sicher war. Doch die 15-jährige Stute bestand locker den Härtetest und musste sich, genauso wie sein Reiter, eigentlich nur vor seinen Stallgefährten in Acht nehmen. (Die kompletten Ergebnisse lesen Sie in der Dienstagausgabe).

Von Ralf Ohm

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