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Eintracht-Stadion: Braunschweigs Bürger sollen entscheiden

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Die Bürger entscheiden: Die Einwohner Braunschweigs stimmen in einer Bürgerbefragung am 6. Februar 2011 darüber ab, ob das Eintracht-Stadion ausgebaut werden soll. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Euro. Foto: dpa

Braunschweig. Die Bevölkerung Braunschweigs soll über den Ausbau des Eintracht-Stadions entscheiden. Eine entsprechende Bürgerbefragung findet am 6. Februar des kommenden Jahres statt. Bei der Abstimmung geht es danach um ein 14,5-Millionen-Euro-Projekt.

Auf diesen Betrag werden die Kosten für den Umbau und die Modernisierung der Haupttribüne inklusive Business- und Logenbereich geschätzt. In dem Stadion trägt Eintracht Braunschweig, momentan Tabellenführer der 3. Fußball-Liga, seine Heimspiele aus.

Oberbürgermeister Gert Hoffmann betonte, dass das Ergebnis der Bürgerumfrage faktisch verbindlich sein wird. „Natürlich kann niemand an dem Ergebnis vorbei - egal wie eindeutig es ist. Für mich ist jedenfalls klar, dass der Stadion-Ausbau sich erledigt hat, wenn das Projekt in der Umfrage durchfällt“, sagte der CDU-Politiker. Er hatte im Juni des vergangenen Jahres die sogenannte große Lösung für den Stadionausbau mit dem Verweis auf die „dramatische Verschärfung der Haushaltslage“ abgelehnt.

Bei den Fans umstritten

Die Stadtväter hatten damals rund 7,6 Millionen Euro für den Ausbau der Nordkurve im Eintracht-Stadion bewilligt. Der Umbau der Haupttribüne mit einem VIP-Bereich ist in der Bevölkerung und selbst bei den Anhängern des Traditionsklubs umstritten. Viele Fans des Meisters von 1967 lehnen das Projekt ab.

Die Vereinsführung erhofft sich aus der Vermarktung von Sponsoren-Räumlichkeiten zusätzliche Einnahmenquellen. „Professionelle Bedingungen in der Administration, die Vermarktung von Business Seats und Logen sowie die Modernisierung der Tribüne bilden die Basis für Mehreinnahmen, die wir in unsere Profimannschaft, Jugendarbeit und in unsere soziale Projekte investieren wollen. Ziel ist und bleibt der langfristige sportliche Erfolg für die Eintracht“, betont Sebastian Ebel, Präsident von Eintracht Braunschweig.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Sehrt möchte nun den Stadionausbau vorantreiben. „Am Beispiel von Stuttgart 21 müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir gerade bei emotional diskutierten Themen den Bürgerwillen nicht außen vor lassen können“, sagte Sehrt.

Vor der Bürgerbefragung will die Stadt in einer Einwohnerversammlung alle Fragen von Braunschweiger Bürgern zum geplanten Ausbau des Stadions beantworten. Oberbürgermeister Hoffmann ruft die Bürger dazu auf, sich unbedingt an dieser Abstimmung in hoher Zahl zu beteiligen. „Dies würde zeigen, dass wir eine politisch engagierte Bürgerschaft in dieser Stadt haben.“ (dpa/rwx)

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