Sachsenhausen. Erst in der Verlängerung wurde der Gewinner im Halbfinale des Fußball-Hessenpokals zwischen Sachsenhausen und Rhoden/Schm am gestrigen Samstag ermittelt. Die Gastgeber entschieden unter anderem durch zwei Tore des Kapitäns Erland Faust die Partie mit 4:2 (1:2, 2:2) für sich.
Die Gäste starteten stärker und gingen nach einer Standardsituation in Führung: Eine Friele-Ecke netzte Adam Sek aus kurzer Distanz zur Führung ein (13.). Diese sollte allerdings nicht von langer Dauer sein. Der junge Björn Bremmer schlenzte den Ball an SG-Keeper Christian Hübel vorbei zum Ausgleich ein – 1:1 (15.). Nach einer Ecke von Friele stellte Fennig die Führung nach einem Torwartfehler erneut her (22.).
Kerwoth (27.) und Sek (36.) verpassten vor dem Seitenwechsel ihre Chancen den Vorsprung auszubauen.
„Rhoden war in der ersten Hälfte spielbestimmend“, musste Karsten Braune, Coach des TSV Sachsenhausen, zugeben. Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel rächen: Wiesenberg nutze die Gunst der Stunde, als Moor den SG-Keeper nicht gut aussehen ließ (65.). Glück hatten die Gastgeber, als Bremmer einen Schuss von dem eingewechselten Trsek noch auf der Linie klärte (77.). Nach einem schnellen Konter der Braune-Elf verpasste Faust knapp die Möglichkeit, seine Farben in Front zu bringen. Nachdem Hübel sein Gehäuse verließ, setzte Sachsenhausens Kapitän den Ball um nur Zentimeter am Tor vorbei (80.).
So musste nun die Entscheidung in der Verlängerung gefunden werden. Nach einer Duwe-Flanke vollendete Faust aus kurzer Distanz, nachdem der Keeper den Ball aus den Händen gleiten ließ (105.).
Rhoden löste nach dem erneuten Seitenwechsel seine Viererkette auf und spielte munter nach vorne. Somit ließen sie den Platzherren allerdings viel Platz zu Konterangriffen. Erland Fausts zweiter Treffer in der Verlängerung brachte dann die Entscheidung zum 4:2 (120.). „Die Mannschaft war am toten Punkt“, musste Thorsten Hirdes, Spielertrainer der SG Rhoden, nach Abpfiff feststellen. „In der ersten Hälfte lief der Ball zwar ganz ordentlich, aber nach der 60. Minute war sie einfach platt.“
Glücklicher zeigte sich dagegen Braune. „Wir haben in der zweiten Hälfte das Heft in die Hand genommen und daher auch verdient gewonnen.“
Von Björn Weickert



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